Vor einer Fahrt in unbekannte Stadtteile wissen, wie es entlang der Route aussieht? Das kann mitunter praktisch sein. So machen Sie etwa Baustellen und andere Hindernisse vorab ausfindig oder sehen, wo Sie an einer großen Straße abbiegen müssen. Google bietet dafür mittlerweile die sogenannte "Immersive View" an. Die Ankündigung zur "immersiven Ansicht" liegt schon etwas zurück, genau genommen knapp ein Jahr. Nun startet die Funktion endlich in Deutschland – zumindest in einer Stadt.

Weitere Stadt in der 3D-Ansicht bei Maps

Bislang hat die 3D-Ansicht Immersive View nur Städte wie San Francisco, Tokio oder London abgebildet. In Deutschland gab es lediglich ausgewählte Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Das ändert sich nun. Ab sofort profitiert auch, wer in Berlin wohnt oder durch die Gegend fährt. Das Ganze probieren Sie ganz einfach aus:
  1. Öffnen Sie die Google-Maps-App.
  2. Geben Sie einen Start- und Zielpunkt in Berlin ein. Es genügt, wenn Sie für einen ersten Test beispielsweise einfach "Berlin" und "Berlin Hauptbahnhof" eintippen.
  3. Wählen Sie unten links das Vorschaubild an, auf dem bereits ein dunkelblaues Band zu erkennen ist.
  4. Klicken Sie in der sich nun öffnenden Ansicht auf das Dreieck. Google Maps fährt dann anhand des Bands die Strecke ab.
  5. In der Ansicht selbst zoomen Sie wie gewohnt mit zwei Fingern heran oder verschieben den Bildausschnitt.

3D-Abbild – so kommt es zustande

Die Beispielroute zeigt eindrucksvoll, wie detailliert das 3D-Abbild ist. Laut Google kamen für die immersive Ansicht Milliarden Street-View- und Luftaufnahmen zum Einsatz. Mit künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen wurden sie zu einem digitalen Modell zusammengesetzt.

Immersive View zur EM 2024

Zur EM 2024 verkündete Google, dass acht der zehn EM-Stadien in Immersive View verfügbar sein sollen. Dazu gehört die Arena in München oder Stuttgart. So prüfen Zuschauer vorab Parkmöglichkeiten. Zudem gibt es Informationen über das aktuelle Wetter und die Temperatur.