Verspätungen und Ausfälle gehören im öffentlichen Personennahverkehr zum Alltag und verhageln vor allem Berufspendlerinnen und -pendlern regelmäßig die Tagesplanung. Schließlich gibt es kaum etwas Ärgerlicheres, als auf dem Weg zur Arbeit oder zu einem dringenden Termin an einem Bahnhof fernab jedweder Ausweichmöglichkeiten zu stranden und nicht zu wissen, wann es weitergeht. Auch das vergebliche Warten auf den Bus, der aus unerfindlichen Gründen nicht kommt, während es in Strömen regnet, treibt die Laune schnell sehr tief in den Keller. Oft ließen sich diese Störungen umgehen oder zumindest einkalkulieren, wenn man nur vorher schon davon wüsste. Genau in diesem Punkt will Google mit seiner Navigations-App Maps künftig Abhilfe schaffen.

User können Verspätungen melden

Wie die Website 9to5google.com berichtet, erhält die Anwendung dieser Tage ein Update, das eine wichtige neue Funktion einführt. Demnach sollen Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs künftig mit nur einem einzigen Fingertipp Verspätungen an Bus- und Bahnhaltestellen melden können. Ähnlich wie es seit geraumer Zeit bereits mit Störungsmeldungen im Straßenverkehr möglich ist, können andere Maps-User diese Hinweise in der App sehen. So besteht die Option, sich im Idealfall schon vorab auf die Probleme einzustellen und gegebenenfalls umzudisponieren. Um eine Verzögerung zu melden, lässt sich künftig an jeder auf der Karte eingezeichneten Bus- und Bahnhaltestelle einen Button mit der Bezeichnung "Verzögerung melden" finden. Ein Klick darauf genügt, weitere Details müssen nicht eingegeben werden.

Update bereits unterwegs

Andere User können die Störungsmeldung in Google Maps sehen und erhalten zudem Informationen darüber, wie viele Personen diese noch abgesetzt haben. So lässt sich einschätzen, ob die Meldung seriös ist oder ob sich nur jemand einen Scherz erlaubt hat. Zusätzlich zu den Nutzerangaben zieht Google laut Bericht auch offizielle Störungsmeldungen des jeweiligen Verkehrsnetzbetreibers heran, sofern diese vorhanden sind. Die Verteilung des neuen Features hat offenbar schon begonnen. Ob es vorerst nur in den USA verfügbar ist oder direkt Usern auf der ganzen Welt zur Verfügung steht, bleibt unklar.