Die Redakteure des Online-Automagazins "Carscoops" staunten nicht schlecht, als sie Meldung von Google bekamen. Eigentlich hatten sie den "Mega 30" vorstellen wollen, einen von Vittorio Strosek modifizierten Porsche 964. Doch die Bilder markierte Google als "explizit sexuelle" Inhalte. Klar, Porsche baut schöne Autos, doch Carscoops hat einen anderen Verdacht: Es hat wohl am Leder gelegen.

Der "Mega 30" von Strosek, einem Edel-Tuner aus Bayern, ist eine Ansage. Einerseits leistet der 3,6-Liter-Motor satte 300 PS, dank leichterem Schwungrad, neuer Nockenwelle und spezieller Abgasanlage. Zum anderen sieht der Porsche verdammt gut aus: Stroseks Porsche fährt auf 19-Zoll-Rädern, die Kotflügel wurden vorn wie hinten verbreitert.

Auf dem dezent veränderten Heck thront ein ausfahrbarer Spoiler, und vorn beseitigen LED-Scheinwerfer alle Unklarheiten. Mit seiner dunkelgrünen Lackierung fällt er außerdem auf.

Helles Leder auf den Recaro-Sportsitzen gefällt scheinbar den Kunden, nicht aber Google.

Und welches Problem hatte Google nun mit dem Porsche? Carscoops vermutet, es lag am Innenraum. Auch das Interieur bearbeiteten die Strosek-Tuner intensiv. Das Armaturenbrett und der Dachhimmel sind in schwarzem Alcantara eingefasst, ebenso das Lenkrad von Momo. Carbon ziert ebenfalls das Cockpit und die Mittelkonsole. Pornös sind aber die Recaro-Schalensitze, die Google für nicht ganz jugendfrei hielt.
Leder von feinster Qualität spannten die Sattler der Tuningfirma über das Gestühl.
 
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Das Problem für die Google-Bilderkennungssoftware ist wohl die Farbe des Leders gewesen. Denn, so versichert es Carscoops, hat sich weder ein Redakteur den Spaß erlaubt, Anzüglichkeiten in die Herstellerbilder einzufügen oder das Auto von freizügigen Menschen anpreisen zu lassen. Stattdessen lautet ihr Verdacht: Die in hellem Leder bezogenen Sitze hat Google als Penisse identifiziert!
Aus diesem Blickwinkel wird es deutlicher: Der Porsche hat ein Penis-Problem mit seinen Sitzen.

Stimmt der Winkel des Bildes und die Vorstellungskraft des Betrachters, ähneln die beiden Sitze durchaus in Farbe und Form männlichen Geschlechtsteilen. Nicht aber in der Größe, ein Sitz misst ungefähr 1,5 Meter.

Nachdem Carscoops den Artikel mit denselben Bildern erneut auf ihrer Website online stellten, funktionierte alles. Ganz ohne Software-Rüffel wegen sexy Porsche-Bildern. Übrigens steht dieser "Mega 30" zum Verkauf. Und zwar bei der Mohr Group in München, die mit exklusiven Fahrzeugen handeln.

Bildergalerie

Kamera
Penis-Porsche erregt Google: Sperre für 964er-Bilder

Nur 30 Stück des modifizierten Porsche baut Strosek überhaupt. Das Exemplar von Mohr – Preis: 300.000 Euro ohne Steuern, Baujahr: 1990 – ist mittlerweile an einen Kunden in Europa verkauft worden. Angegeben wird die Laufleistung des Porsches übrigens mit null Kilometern, wohlgemerkt nach der umfangreichen Arbeiten am Motor. Beim Verkäufer Mohr nachgefragt, zeigte man sich verwundert und belustigt über Googles strenge Bildbewertung.

Von

Jakob Gierth