GP von Magny-Cours 2008
Titelrennen völlig offen

Rote Doppelspitze: Nach der Pleite von Montreal hat sich Ferrari beim Grand Prix von Frankreich in Magny-Cours eindrucksvoll zurück gemeldet. Felipe Massa konnte einen ungefährdeten Sieg einfahren. Zweiter wurde Teamkollege Kimi Raikkönen.
- Burkhard Nuppeney
Völlig schnörkellos und unsentimental rasten die beiden Ferrari-Piloten Felipe Massa und Kimi Räikkönen beim Rennen in Magny-Cours (22. Juni 2008) auf die Plätze eins und zwei. Der Brasilianer, der durch seinen Sieg die Führung in der Fahrerwertung übernahm, profitierte bei seiner Fahrt ins Glück vom Pech seines Teamkollegen Räikkönen. Der Weltmeister gab den bereits sicher geglaubten Triumph wegen eines defekten Auspuffs noch aus der Hand. "Es war toll, dass Kimi das Rennen überhaupt zu Ende fahren konnte", beschwichtigte Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali.

Der große Verlierer heißt Lewis Hamilton – erneut keine Punkte

Für die deutschen Fahrer lief das Rennen in der Bourgogne enttäuschend. Zum zweiten Mal nach dem Rennen in Barcelona schaffte keiner der fünf Piloten die Fahrt in die Punkte. Bester war noch Timo Glock im Toyota als Elfter, Sebastian Vettel wurde im Toro Rosso Zwölfter, Nick Heidfeld im BMW-Sauber 13. Nico Rosberg, der wegen des Boxenvorfalls beim Großen Preis von Kanada zehn Startplätze nach hinten versetzt worden war, kam im Williams nicht über Rang 16 hinaus. Adrian Sutil erreichte im Force India als 19. immerhin das Ziel. "Für die Deutschen war das eine Katastrophe. Es kann nicht sein, dass wir mit den Wagen von Force India kämpfen müssen", gab Rosberg an. Und BMW-Mann Heidfeld erklärte lapidar: "Die Geschwindigkeit hat einfach nicht gepasst."
Formel-1-Saison 2008: Fahrerwertung
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