Nachdem der 25-Jährige in Istanbul am Samstag durch Platz vier erstmals seit dem dritten Saisonlauf in Barcelona den Spitzenplatz wieder verloren hatte, schlug er im zweiten Rennen am Sonntag mit seinem dritten Saisonsieg eindrucksvoll zurück. Der Sieg im Sprintrennen war für Glock ein kleiner Ausgleich für den Frust vom Vortag. Dort hatte sich der Hesse geärgert, dass sein iSport-Team ihn in einer Safety-Car-Phase nicht vor seinem Teamkollegen Andreas Zuber (Österreich) in die Box geholt hatte. "Unsere Regel ist: Derjenige, der vorne ist, kommt zuerst rein. Leider verstehe ich das nicht ganz, wenn ich um die Meisterschaft fahre, dass man da nicht eine andere Lösung findet", sagte Glock. Die verpassten Punkte könnten richtig ärgerlich werden, da noch nicht geklärt ist, ob Glock beim Saisonfinale der GP2-Serie starten kann. Zeitgleich zu den beiden GP2-Läufen am 29. und 30. September 2007 in Valencia findet der Große Preis von Japan in der Formel 1 statt, bei dem Glock eigentlich als Ersatzfahrer für BMW-Sauber zur Verfügung stehen müsste.
"Ich würde gerne die Meisterschaft gewinnen, aber ich habe einen Vertrag mit BMW. Es wird gesprochen, aber die Entscheidung liegt bei BMW", erklärte Glock. "Wir müssen schauen, zu welcher Lösung wir kommen." Glock hofft in der kommenden Saison ein Cockpit in der Königsklasse zu ergattern. Kontakte sollen zu Renault und Toyota bestehen. BMW-Sauber würde Glock gerne als Ersatzpilot behalten.