GT Masters: Ein Unfall sorgt für Zoff

GT Masters: Newcomer vorn

Unfall-Zoff und Vettel-Punkte

Ein Newcomer-Team mischt das ADAC GT Masters auf. HCB-Rutronik Racing führt die Gesamtwertung an. Und ein Unfall verärgert die aktuellen Meister.
Ein Newcomer-Team überrascht die etablierten Mannschaften im ADAC GT Masters: HCB-Rutronik Racing hat schon am zweiten Rennwochenende den ersten Sieg in der "Liga der Supersportwagen" gefeiert. 
Kelvin van der Linde und Patric Niederhauser dominierten das erste Rennen im tschechischen Most. Nach der Pole-Position erzielte das Duo im Audi R8 LMS (V10-Saugmotor, ca. 585 PS) auch den sicheren Sieg.
Hinter den Siegern landeten Mirko Bortolotti und Christian Engelhart (Orange1 by GRT Grasser) im Lamborghini Huracan GT3 (V10-Saugmotor, ca. 500 PS) auf dem zweiten Platz. Max Hofer und Christopher Mies (Land Motorsport) erbten den letzten Podiumsplatz, nachdem Sven Barth und David Jahn (RWT Racing) wegen einer Kollision mit einer einsekündigen Zeitstrafe belegt wurden.

Niederhauser und Van der Linde feierten den ersten Saisonsieg

"Es ist toll, dass ich zu der Erfolgsgeschichte von HCB-Rutronik beigetragen habe", freut sich Kelvin van der Linde, der ältere Bruder von DTM-BMW-Pilot Sheldon van der Linde. "Jeder Sieg ist etwas Besonderes. Im ADAC GT Masters ist es nicht einfach zu gewinnen, daher feiere ich jeden Triumph entsprechend."
Schon beim Saisonauftakt in Oschersleben konnte das Duo mit dem zweiten Platz auf sich aufmerksam machen. Noch besser: Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde liegen nun auch in der Gesamtwertung souverän an der Spitze. Das Newcomer-Team entwickelt sich zu einem Geheimtipp in der Meisterschaft.
Im Schwesterauto startet mit Carrie Schreiner die einzige Dame im Feld des ADAC GT Masters. In Most sammelte die Audi-Pilotin gemeinsam mit Dennis Marschall die ersten Zähler für die Meisterschaft. Schreiner zu AUTO BILD MOTORSPORT: "Nach einem schwierigen Rennsamstag mit Kollision direkt am Start konnten wir am zweiten Wochenende der Saison in die Punkte fahren! Das war unser Ziel und es gab wieder einiges Positives. Daran wollen wir anknüpfen!"

Nach Crash: Ärger bei den Champions

Das zweite Rennen gewannen Markus Pommer und Marvin Kirchhöfer in der Corvette C7 GT3-R (V8-Saugmotor, ca. 600 PS) von Callaway Competition. Damit ist das Duo den Spitzenreitern von HCB-Rutronik auf den Fersen. Rolf Ineichen und Franck Perera (Orange1 by GRT Grasser) wurden Zweite, David Jahn und Sven Barth RWT Racing) belegten die dritte Position.

Die Callaway-Corvette dominierte am Sonntag

Für Diskussionen sorgte jedoch ein Unfall zwischen den Drittplatzierten und Thomas Preining, der für das amtierende Meisterteam Herberth Motorsport an den Start geht. Im Kampf um den vierten Rang schlug der Österreicher in die Leitplanken ein. Das Rennen wurde anschließend für knapp zehn Minuten unterbrochen.
Teamkollege Robert Renauer war wenig begeistert und schimpfte kurz nach dem Unfall wild los. Noch während der Rennunterbrechung diskutierte der amtierende Champion mit Unfallgegner David Jahn. Auch Preining war sauer: „Da gab es mehrere Berührungen, die letzte führte für mich zum Aus. Wir sind doch hier nicht auf dem Oktoberfest." Die Rennleitung sprach jedoch keine Strafen aus.
Fabian Vettel, der jüngere Bruder von Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel, erreichte die Positionen 14 sowie 7 und sammelte damit seine ersten Meisterschaftspunkte. Als Zweiter in der Pirelli-Junior-Wertung durfte er sogar auf das Podium. In der Meisterschaft liegt der Mercedes-Pilot gemeinsam mit seinem Teamkollegen Philipp Ellis auf dem 16. Rang.
In drei Wochen ist das ADAC GT Masters zu Gast in Österreich. Auf dem Red Bull Ring in Spielberg finden die nächsten beiden Rennen in der "Liga der Supersportwagen" statt.

Autor: Sönke Brederlow

Fotos: ADAC

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