Das neue Kapitel in Valentino Rossis (43) Motorsport-Leben begann am Wochenende nicht ganz nach Plan. Der Motorrad-Rekordweltmeister fuhr am Sonntag in Imola (Italien) sein erstes Rennen als Vollzeit-Rennfahrer in der GT World Challenge Europe. Ein Fauxpas in der Box verhinderte allerdings eine bessere Position.
Dabei schlug sich „Il Dottore“ eigentlich gut in seinem neuen fahrbaren Untersatz, einem Audi R8 GT3 evo II. Im Qualifying war er nur drei Zehntelsekunden langsamer als sein Teamkollege Nico Müller, immerhin DTM- und ehemaliger Formel-E-Pilot. Im Rennen kämpfte er lange um Platz zwölf.
Das neue Kapitel in Valentino Rossis Motorsport-Leben begann am Wochenende nicht ganz nach Plan.

Doch dann nahm das Drama seinen Lauf: Nach zwei Unfällen herrschte während einer Safetycar-Phase Hektik in der Boxengasse. Der Lollipop-Mann von Rossis WRT-Team konnte deshalb nicht am vorgesehenen Platz stehen. Die Folge: Rossi übersah ihn und fuhr an der Box vorbei. Blöd: Der Italiener musste eine Ehrenrunde drehen, bevor er erneut zum Fahrerwechsel und Service abbiegen konnte.
„Eine Menge Konfusion mit vielen Autos und unglücklicherweise habe ich die Box verpasst. Das ist Erfahrung“, kommentierte die Zweirad-Legende sein Boxen-Missgeschick später.
Rossi fiel bis auf Platz 27 zurück. Doch sein Teamkollege Frederic Vervisch bügelte den Fehler wieder aus und raste vor bis auf Rang 17. Ein Ergebnis, mit dem der erfolgsverwöhnte Rossi offenbar leben kann: „Das Rennen ist sehr anders, aber ich habe es genossen. Ich habe ein paar gute Runden gedreht. Die erste Erfahrung war positiv.“
Den Sieg holten Dries Vanthoor, Kelvin van der Linde und Charles Weerts. Das Trio gibt in einem weiteren Audi vom Team WRT Gas und zeigt, wie viel Luft Rossi und Co. noch nach oben haben.

Von

Bianca Garloff