GT World Cup: Spektakulärer Crash
Vanthoor siegt nach Überschlag!

Das sorgt für riesige Diskussionen: Laurens Vanthoor gewinnt den GT World Cup in Macau nach einem üblen Crash – und nachdem er die Führung verloren hatte!
Bild: Youtube
- Michael Zeitler
Skandal beim GT-World Cup in Macau! Es gewinnt ein Fahrer, der seinen rund 500 PS starken Audi R8 LMS verschrottete und zum Zeitpunkt des Unfalls gar nicht mehr an der Spitze lag. Was aber wichtiger ist: Laurens Vanthoor konnte seinem Wrack unverletzt und aus eigener Kraft entsteigen.
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Was war passiert? Bereits nach dem Start gab es einen Unfall von Ricky Copo, der mit seinem BMW in die Leitplanken einschlug. Weil die Streckenbegrenzung danach repariert werden musste, wurde das Rennen für eine Stunde unterbrochen. Beim Re-Start gab es nur eine Runde unter Rennbedingungen. Dann kam es zum Horrorcrash: Zunächst zog Earl Bamber im Porsche an Pole-Setter Laurens Vanthoor vorbei und übernahm die Führung.

Laurens Vanthoor blieb unverletzt
Bild: Crash
Wie im Rennsport üblich, wird bei einem Abbruch der Fahrer als Sieger erklärt, der die letzte vollständig absolvierte Runde in Führung lag. Das war noch Vanthoor. Er wird daher nach vier von eigentlich 18 angesetzten Runden als Sieger gewertet.
Dieses Rennen wird sicherlich wieder die Diskussionen um die Abbruch-Regeln aufkeimen lassen. Die Formel 1 erlebte einen ähnlichen Fall 2003 in Brasilien: Damals wurde erst Kimi Räikkönen, dann doch noch Giancarlo Fisichella als Sieger gewertet. Ein möglicher Vorschlag: Als Sieger können nur Fahrer gewertet werden, die das Rennen auch beendet haben.
Den prestigeträchtigen Macau-Grand-Prix der Formel 3 gewann wie schon 2012 Antonio Felix da Costa. Bester deutscher Fahrer war Keyvan Andres Soori (Mücke) auf Rang 18.
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