Quietschende Reifen und Dreck auf den Seitenscheiben gibt es beim Gymkhana. Wer auf chronisch übersteuernde PS-Monster und dicken Reifenqualm steht, der sollte sich 2013 nicht die Rennen des Gymkhana Drift Cup entgehen lassen. In diesem Jahr werden deutschlandweit drei Cup-Läufe durchgeführt, der erste vom 30. Mai bis 1. Juni in Oschersleben, der zweite vom 7. bis 9. Juni während der Speeddays Alkersleben und der letzte Lauf vom 5. bis 7. Juli auf dem Flugplatz Lahr. Das Finale findet – wie im Vorjahr – auf der Essen Motor Show statt.

Gymkhana? Rallyefahrer Ken Block lässt die Reifen qualmen

Hintergrund: Gymkhana-Piloten fahren besser rückwärts als manche Zeitgenossen vorwärts. Sie fädeln ihre Autos durch Parcours und rasen durch Tore, die nur wenige Zentimeter breiter sind als ihre Fahrzeuge. Auf Freiflächen werden mit den Autos Figuren und Kombinationen getanzt, deren Abfolge erst gelernt werden muss.

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Gymkhana Drift Cup 2012
Im Drift um Hütchen zu zirkeln, oder mit Hilfe der Handbremse in eine Parklücke zu rutschen, zählt beim Gymkhana zu den leichteren Übungen. Da die Fahrzeugbeherrschung und die Geschicklichkeit der Wettkampfteilnehmer auf einem hohen Niveau liegt, entscheidet am Ende meist die gefahrene Zeit über den Sieg. Zeitstrafen gibt es für das Unterbrechen eines Drifts oder das Verschieben von Hütchen.
Gymkhana GRiD: The European Gauntlet erlebt in diesem Jahr eine Neuauflage. 2013 können sich Amateurfahrer in elf europaweiten Läufen für das Finale qualifizieren. Im Finale haben sie die Chance, sich gegen die Driftstars und Rallye-Veteranen des Team "Monster" zu behaupten.
Begriffsklärung: Gymkhana bezeichnet einen "Sportlichen Geschicklichkeitswettbewerb". Der Ursprung der Disziplin liegt im 19. Jahrhundert. Damals wurden in Indien und England Geschicklichkeitswettbewerbe mit Pferden unter diesem Namen veranstaltet. In den Sechzigern des 20. Jahrhunderts kam ein findiger Kopf auf die Idee, dass das, was mit einem Pferd geht, auch mit Pferdestärken gehen muss. Kurzerhand wurden Geschicklichkeits-Parcours entworfen, die mit dem Auto zu absolvieren sind. Große Popularität genießt Gymkhana in Großbritannien, Japan und den USA. Dort ist Gymkhana fast untrennbar mit dem Namen Ken Block verbunden.

Von

Attila Langhammer