Hackerangriff auf Volkswagen
Großangelegter Datenklau erschüttert VW

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Volkswagen stand vor etwa zehn Jahren über einen längeren Zeitraum im Visier von Datendieben. Mutmaßliche Verbindungen nach China weist die Botschaft des Landes zurück.
Bild: dpa
Volkswagen ist über mehrere Jahre im Visier von Hackern gewesen. Tausende Dateien sollen die Angreifer vom Autobauer erbeutet haben, wie der Konzern am 20. April 2024 grundsätzlich bestätigte. Zu Details wollte sich ein Konzernsprecher auf Nachfrage nicht äußern. Das Unternehmen verwies aber in einem Statement darauf, dass Vorfall bereits zehn Jahre zurückliege. Zuvor hatten der "Spiegel" und das ZDF unter Berufung auf interne VW-Dokumente über die Cyberangriffe berichtet. Auf mutmaßliche Verbindungen nach China reagierte die chinesische Botschaft in Berlin den Berichten zufolge empört und betonte, dass das Land jede Form von Cyber-Spionage verurteile.
VW-Daten-GAU: Auch E-Auto-Konzepte wurden gestohlen
Nach den Medienberichten hatten es die Angreifer auf die Bereiche "Ottomotoren-Entwicklung", "Getriebeentwicklung", "Doppelkupplungsgetriebe" abgesehen. Auch Konzepte für alternative Antriebstechnologien wie Elektromobilität oder Brennstoffzellen standen demnach im Fokus. Bis zu 19.000 Dateien sollen erbeutet worden sein, insgesamt grenzen die Berichte den Tatzeitraum auf 2010 bis 2014 oder 2015 ein.
Steckt China hinter dem Hackerangriff?
Laut dem Bericht des ZDF werden chinesische Hacker hinter dem massiven Angriff auf den deutschen Autobauer und seine Tochtermarken, darunter Audi, Skoda und Bentley, vermutet. Die chinesische Botschaft in Berlin betont auf Anfrage des ZDF, dass China "jede Form von Cyber-Spionage schon immer klar verurteilt und bekämpft" habe. Die Behauptung, dass die chinesische Regierung Hackergruppen einsetze, um Cyberangriffe durchzuführen, sei "empörend", so das ZDF.
(Mit Material der dpa.)
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