Fängt es an zu hageln, gilt der erste Gedanke oft dem eigenen Auto. Denn man weiß, welche Schäden der Hagel anrichten kann. Der langfristige Trend sei eindeutig, betont Robert Heil, Schadenvorstand der ADAC Autoversicherung. "Die Schäden durch Hagelstürme nehmen zu, die Reparaturen der Fahrzeuge werden teurer."
Zum einen liegt das an der steigenden Anzahl an Extremwettereignissen und der Größe der Hagelkörner. "Zum anderen führen dünnere Karosseriebleche zu schwereren Schäden und steigenden Reparaturkosten", so Heil.

Hohe Schäden durch Naturgefahren

Im Mai teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft mit, dass die Autoversicherer 2022 rund 290.000 Schäden an Kraftfahrzeugen durch Naturgefahren verzeichneten. Die Kosten lagen bei 900 Millionen Euro.
Die große Frage, die sich Autofahrer daher stellen: Wie kann ich das Fahrzeug am besten vor Hagel schützen? Die optimale Schutzmöglichkeit für Autos besteht darin, sie in einer Garage oder unter einem Carport zu parken. Obwohl Carports aufgrund ihrer offenen Seiten weniger Schutz bieten als Garagen, können sie dennoch einen beträchtlichen Teil der Hagelkörner abwehren.
Hagelkörner können extrem groß sein und so großen Schaden anrichten.
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Für diejenigen, die keine Unterstellmöglichkeit fürs Auto haben, stehen Hagelnetze oder Abdeckplanen zur Verfügung. Speziell entworfene Netze mit engmaschiger Struktur können effektiv vor Hagelkörnern schützen und lassen sich unkompliziert anbringen. Gepolsterte Abdeckplanen sind in der Lage, die Wucht des Hagelaufpralls zu dämpfen.
Falls ein Hagelsturm unerwartet auftritt, können dicke Decken oder Luftpolsterfolien verwendet werden, um den Hagel abzufangen. Es ist jedoch wichtig, diese sorgfältig zu befestigen, damit sie nicht vom Sturm weggerissen werden.
Wenn man während eines Hagelsturms mit dem Auto unterwegs ist, bieten Unterführungen, Brücken oder Garagen den besten Schutz. Aber: Bei starken Regenfällen können Tiefgaragen und Straßenunterführungen überflutet und somit zur Gefahr werden.