Hamilton kämpft gegen Rassismus

„Hamilton wie Muhammed Ali“

Hamilton sieht die Ursachen in den beiden Fehlern am Wochenende nicht in einer möglichen Ablenkung, weil er derzeit entschieden gegen Rassismus kämpft.
Lewis Hamilton hat 2020 gleich zwei Missionen: Mit dem siebten WM-Titel will er den Rekord von Michael Schumacher egalisieren. Aber gleichzeitig unterstützt der erste farbige Formel-1-Fahrer aller Zeiten auch den Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung.
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Allein: Beim Saisonstart in Österreich unterliefen ihm zwei Fehler: Im Qualifying missachtete er die gelben Flaggen, im Rennen schoss er Alex Albon ab. Ist Hamilton abgelenkt? „Ich bin im Rennen fokussiert wie eh und je“, stellt er klar. „Ich konzentriere mich auf beides: Rennen und diese Meisterschaft zu gewinnen, aber auch darauf, für Gleichberechtigung zu kämpfen.“

Hamilton wie Muhammad Ali

Im Vorfeld des Österreich-GP setzten 14 von 20 Fahrer ein Zeichen gegen Rassismus – mit einem Kniefall. Ist etwas Ähnliches auch für den GP der Steiermark am Wochenende geplant? Hamilton: „Das hängt von der Zeit ab, die wir haben. Wenn das Team und ich eine Möglichkeit haben, ein Zeichen zu setzen, dann werden wir etwas machen. Aber es geht nicht nur darum, dass wir einen Kniefall machen, dann aber zum normalen Leben zurückkehren. Wir müssen kontinuierlich etwas dagegen tun.“
Applaus bekommt Hamilton von Willy T. Ribbs, der 1991 als erster Afro-Amerikaner beim Indy 500 am Start stand und 1986 einen Brabham in der Formel 1 getestet hat. Er vergleicht Hamilton mit dem legendären, dunkelhäutigen Boxer Muhammad Ali – der in den 1960er und 1970er Jahren die Emanzipationsbewegungen der Afro-Amerikaner in Amerika unterstützt hat.

Hamilton spricht über das mögliche Vettel-Aus

"Wenn du ein Idol bist, das viele Menschen bewundern und respektieren, dann musst du für das eintreten, was für dich richtig ist“, so T. Ribbs. „Viele Athleten in Amerika tun das nicht, weil sie Angst haben, ihren kommerziellen Wert zu verlieren, boykottiert oder verleumdet zu werden. Ali hatte keine Angst – und Lewis ist aus demselben Holz geschnitzt.“

Hamilton über mögliches Vettel-Aus

Willy T. Ribbs prophezeit: „Am Ende wird Lewis nicht nur wegen seinen Rennleistungen in Erinnerungen bleiben, sondern auch als großartiger Mensch.“
Ein weiteres heißes Thema im Fahrerlager ist der Transfermarkt. Sebastian Vettel läuft Gefahr, 2021 kein Cockpit mehr zu bekommen. Wäre das ein Verlust für die Formel 1? Hamilton sagt: „Die Formel 1 würde weitergehen. Wenn einer von uns geht, wird er ersetzt. Es haben so viele Fahrer aufgehört und die Formel 1 wächst trotzdem weiter. Aber je mehr Weltmeister wir im Feld haben, desto besser. Daher begrüße ich das Comeback von Fernando. Das Gute ist auch: Jetzt bin ich der zweitälteste Fahrer im Grid, wenn Fernando zurückkommt, nur noch der drittälteste.“
 

Fotos: LAT/Mercedes

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