Hamilton schlägt Alarm! Ferrari braucht dringend neue Updates
Ferrari verzockt sich: Hamilton fordert Konsequenzen

Nach dem Sieg in Barcelona erlebt Lewis Hamilton in Spielberg einen Rückschlag. Nach Platz fünf fordert der Ferrari-Star weitere Updates und sieht Mercedes derzeit klar im Vorteil.
Bild: Clive Mason/Getty Images
Nach dem umjubelten Sieg in Barcelona folgt für Lewis Hamilton beim Großen Preis von Österreich die Ernüchterung. Statt um den Sieg zu kämpfen, kommt der Ferrari-Pilot in Spielberg nur auf Rang fünf ins Ziel und fordert anschließend deutliche Verbesserungen von seinem Team.
Eigentlich startet Ferrari mit den Plätzen zwei und drei durch Charles Leclerc und Hamilton aus einer aussichtsreichen Position in das Rennen. Doch in der Hitzeschlacht von Spielberg verliert die Scuderia früh den Anschluss an Mercedes und Red Bull. Am Ende muss sich Hamilton mit Rang fünf begnügen, Teamkollege Leclerc wird sogar nur Achter.
"Das Auto hat sich heute auf keinem Reifen wirklich gut angefühlt. Es war ein extrem schwieriges Rennen", sagt Hamilton. "In den ersten Runden konnte ich noch mit George mithalten, aber danach war die Balance auf jedem Reifensatz sehr schwierig."
Hamilton fordert weitere Upgrades
Schon am Freitag habe Ferrari rund sechs Zehntelsekunden Rückstand auf die Konkurrenz gehabt, erklärt der siebenmalige Weltmeister. Zwar habe sich die Situation auf den Geraden verbessert, insgesamt fehle dem SF-26 aber weiterhin entscheidender Grip.

Nach dem Sieg in Barcelona erlebt Lewis Hamilton in Spielberg einen Rückschlag.
Bild: Ferrari
"Ich bin trotzdem dankbar für die Punkte. Das Team hat bei den Boxenstopps einen richtig guten Job gemacht. Darauf können wir stolz sein", sagt Hamilton.
Mit Blick auf sein Heimrennen in Silverstone richtet der Brite jedoch eine klare Botschaft an die Mannschaft aus Maranello: "Wir müssen weiter extrem hart arbeiten und das nächste Upgrade so schnell wie möglich ans Auto bringen."
Vor allem Mercedes sieht Hamilton derzeit im Vorteil. "Wenn man gegen Mercedes kämpft, fühlt es sich nicht so an, als würde nur Leistung fehlen. Es geht vielmehr darum, die Energie über die gesamte Runde verfügbar zu haben. Mercedes scheint dort einfach einen Vorteil zu besitzen. Genau das müssen wir verbessern."
Vasseur: "Wir haben uns verzockt"
Auch Ferrari-Teamchef Frédéric Vasseur zeigt sich nach dem Rennen selbstkritisch. Der Franzose räumt offen ein, dass sich Ferrari in Spielberg strategisch verpokert habe.

Charles Leclerc wird sogar nur Achter.
Bild: Rudy Carezzevoli/Getty Images
"Wenn man von Platz zwei und drei startet, rechnet man nicht damit, auf Platz fünf und acht ins Ziel zu kommen", sagt Vasseur. "Wir haben heute einige Fehler gemacht."
Vor allem die Strategie bewertet der Teamchef im Nachhinein kritisch. "Wir haben versucht, gegen Mercedes und Max zu kämpfen, obwohl wir dafür nicht schnell genug waren. Dadurch haben wir die falschen Entscheidungen getroffen und die Reifen zu stark beansprucht. Am Ende haben wir dafür gegen McLaren bezahlt."
Für Vasseur steht fest: "Das sind verlorene Punkte für die Meisterschaft." Nun müsse Ferrari das Wochenende genau analysieren, um beim kommenden Rennen in Silverstone wieder konkurrenzfähiger zu sein.
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