Der ehemalige Rennfahrer und Paralympics-Goldmedaillen-Gewinner Alex Zanardi (53) ist nach einem Unfall mit dem Handbike per Helikopter ins Krankenhaus von Siena transportiert worden.
Der Italiener hat an einem nationalen Rennen nahe Pienza in der Toskana teilgenommen. Laut der örtlichen Polizei soll ein LKW involviert gewesen sein.
"Es passierte auf einem geraden Stück, das bergab führte, kurz vor einer leichten Kurve", sagt Mario Valentini, Trainer des Teams Italien, zu 'La Repubblica'. "Alex geriet leicht auf die andere Fahrspur. Der LKW versuchte auszuweichen, konnte den Zusammenstoß aber nicht vermeiden."
Italienische Medien berichten, Zanardi schwebe nicht in Lebensgefahr, sei aber ernsthaft verletzt.Am späten Abend habe sich der BMW-Markenbotschafter mit schweren Kopf- und Gesichtsverletzungen einer neurologischen OP unterziehen müssen.
Das Krankenhaus hat dazu ein Statement veröffentlicht: "Alex Zanardi, Rennfahrer, paralympischer Sportler und TV-Moderator, wurde in sehr ernstem Zustand in die Polyklinik Santa Maria alle Scotte eingeliefert. Er wurde in der Provinz Siena in einen Verkehrsunfall verwickelt. Zanardi wurde mit dem Pegaso-Hubschrauber transportiert und landete um 18:00 Uhr am Krankenhaus in Siena. Er wurde sofort von den Fachleuten der Notaufnahme versorgt und im Schockraum begutachtet. Sein Zustand ist aufgrund der schweren Kopfverletzung sehr ernst und wird derzeit einer heiklen Neurochirurgie unterzogen."
Am Samstagvormittag erklärte der operierende Neurochirurg Giuseppe Olivieri, dass Zanardi einen Gesichtscrash mit mehreren Knochenbrüchen erlitten habe. Die gebrochenen Stirnknochen haben dabei aufs Gehirn gedrückt. Der Patient sei körperlich stabil, neurologisch allerdings sei eine Prognose nicht möglich, solange er im künstlichen Koma liegt.
Zanardi ist ein Kämpfer: Der Ex-Formel-1-Pilot verlor 2001 bei einem schweren ChampCar-Unfall auf dem Lausitzring beide Beine, kehrte aber trotzdem zurück auf die Rennstrecke, sowohl auf vier als auch auf drei Rädern.