Handyverbot an der Tankstelle: Das steckt hinter der Regelung
Warum ist an Tankstellen eigentlich die Handynutzung verboten?

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Das Rauchen an Tankstellen ist verboten. Das gilt natürlich auch für offenes Feuer. Schilder weisen darauf hin. Denn zu groß ist in beiden Fällen die Gefahr, dass es zu Bränden oder gar Explosionen kommt. Deshalb sind die Sicherheitsbestimmungen an Tankstellen natürlich sehr streng.
Doch es ist ebenfalls untersagt, an einer Zapfsäule das Handy zu nutzen. Warum eigentlich? Eine unmittelbare Zündquelle ist ein Handy ja nicht. Deshalb geht es bei dem Verbot auch nicht darum, dass man nicht telefonieren und surfen oder das Handy anderweitig nutzen darf. Elektromagnetische Wellen sind daher nicht das Problem.
Der Akku ist das Problem
Vielmehr geht es um den Handy-Akku. Denn der kann für Gefahr sorgen. Sollte das Gerät hinfallen, kann der Akku beschädigt werden oder sich lösen. Dabei entstehender Funkenschlag könnte dann verschüttetes Benzin oder andere brennbare Flüssigkeiten an der Tankstelle entzünden. Brände oder gar Explosionen könnten eine Folge sein.
Akkus in modernen Handys fest verbaut
Nun ist es allerdings so, dass Akkus in modernen Handys inzwischen fest verbaut sind. Daneben haben sie weniger Spannung als noch vor 15 Jahren.
Die beschriebenen Szenarien sind daher eher unwahrscheinlich. Und die Gefahr, dass es zu einem Brand oder einer Explosion kommt, somit auch. Die Schilder sind also ein Stück weit aus der Zeit gefallen, weshalb sie auch nicht mehr überall zu finden sind.
Doch solange auch nur eine winzige Möglichkeit besteht, dass eine Katastrophe passieren kann, sollte man sich an die Vorschriften halten und mögliche Gefahrenquellen vermeiden. Und nicht jeder Autofahrer besitzt ein Smartphone – es ist nicht auszuschließen, dass manche noch auf ein altes Modell schwören. Deshalb ist es nachvollziehbar, wenn Tankstellenbetreiber die Verbote weiterhin anbringen.
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