Heckbox: Test & wichtige Tipps
Sechs Heckboxen im ADAC-Test

Bild: ADAC
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Wenn der Platz im Kofferraum nicht ausreicht, kann eine Heckbox den Stauraum erweitern. Besonders für SUVs ist sie eine praktische Alternative zur Dachbox, da sie leichter erreichbar ist und sich auch in niedrigen Parkhäusern nutzen lässt. Zudem punktet sie mit besserer Aerodynamik, was den Kraftstoffverbrauch um bis zu 13 Prozent senken kann.
Allerdings sind Heckboxen meist für kompaktes Gepäck ausgelegt und weniger geeignet für lange Gegenstände wie Skier oder Snowboards. Ihr Fassungsvermögen liegt in der Regel zwischen 200 und 400 Litern. Für die Montage wird eine Anhängerkupplung benötigt, entweder mit einer speziellen Halterung oder auf einem vorhandenen Fahrradträger.

Die Heckbox von Westfalia sichert sich den ersten Platz im ADAC-Test.
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Die zweitplatzierte Heckbox von Thule (Gesamtnote 2,1) bietet mit 310 Litern wesentlich mehr Platz und ist das größte Exemplar im Test. Kritik gibt es lediglich in Sachen Handhabung und aufgrund des leicht reduzierten Sichtfelds durch die Heckscheibe. Auf Platz drei landet die mft BackBox (Gesamtnote 2,5), die mit einem Preis von 789 Euro das teuerste Modell im Test ist. Die Besonderheit: Durch optionale Seitentaschen lassen sich auch Skier transportieren. Gleichzeitig ist dieses Extra aber die größte Schwäche der Heckbox, denn dadurch wird sie den Testern zufolge sperrig, ist schwierig zu beladen und lässt sich nur zu zweit montieren.
Die Alutrans BackBoxx liegt mit einer Gesamtnote von 3,5 auf Platz vier im ADAC-Test. Die Heckbox verrutschte beim Ausweichen, zeigte Schwächen bei der Kältebeständigkeit und hatte ein geringeres Ladevolumen als vom Hersteller angegeben. Anstelle der angegebenen 330 Liter, ließen sich nur 305 Liter nutzen. Ähnliche Kritik gab es bei dem Modell Menabo Boxxy, mit 185 Euro die günstigste Heckbox im Test. Auch hier war das Volumen rund acht Prozent geringer sowie Ausweichtest und Kältesicherheit unbefriedigend. Zudem bemängeln die Tester das Fehlen eines Diebstahlschutzes und die Notwendigkeit von speziellem Werkzeug zum Anbringen.

Schlusslicht im ADAC-Test: Für die TowBox V1 reichte es nur zu Platz sechs.
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Schlusslicht ist die TowBox V1 (Gesamtnote 4,5). Hauptgrund für das schlechte Ergebnis: Die Befestigung der Box am Träger brach im City-Crash. Außerdem fehlt bei dem Modell eine Kennzeichenhalterung. Der ADAC-Test zeigt: Auch wenn es bei Heckboxen einheitliche Sicherheitsstandards gibt, sind nicht alle Modelle den Belastungen im Straßenverkehr gewachsen. Auch im Handling, dem Ladevolumen und den Preisen gibt es deutliche Unterschiede. Wer also eine Heckbox kaufen möchte, sollte sich vorab über die Modelle informieren und nach seinen individuellen Bedürfnissen entscheiden. Die detaillierten Testergebnisse des ADAC finden Sie in der Bildergalerie.
Wer eine Heckbox auf seiner Anhängerkupplung montieren möchte, sollte die maximale Stützlast im Blick behalten – das Höchstgewicht, mit dem die Anhängerkupplung belastet werden darf. Meistens lässt sich der Wert auf einem kleinen Schild neben der Steckerbuchse ablesen, ansonsten ist er in der Gebrauchsanweisung zu finden. Um den maximalen Kugeldruck der Anhängerkupplung nicht zu übersteigen, sollten das Gewicht des Grundträgers, Leergewicht der Heckbox und Gewicht der Zuladung (= Max. Stützlast) bekannt sein. Meist liegt das Maximal-Gewicht je nach Größe des Autos zwischen 45 und 75 Kilo. Wird die maximale Stützlast überschritten, werden die Anhängerkupplung und die Federung des Wagens sehr stark belastet, wenn nicht gar überlastet. Außerdem hat die Überschreitung der zulässigen Stützlast Auswirkungen auf das Fahrverhalten und gegebenenfalls die Servolenkung. Wer möglichst viel Freude mit seiner Heckbox haben möchte, denkt am besten schon beim Kauf an die maximale Stützlast und entscheidet sich für ein besonders leichtes Modell.
Für Autofahrer ist es wichtig zu beachten, dass sich durch eine Heckbox auch die Eigenschaften des Wagens verändern. Zunächst betrifft das die gewachsene Fahrzeuglänge. Dabei ist es hilfreich sich die neuen Abmessungen im Cockpit zu notieren, um sich den Längenzuwachs durch die Heckbox in Erinnerung zu rufen. Gerade bei vollgeladener Heckbox, verlagert sich möglicherweise der Schwerpunkt des Fahrzeugs, wodurch sich das Fahrverhalten verändern kann. Außerdem wichtig: Ist die Transportbox gerade frisch montiert, sollte nach ein paar Kilometern nochmal ihre Befestigung überprüft werden.
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