Wenn der Platz im Kofferraum nicht ausreicht, kann eine Heckbox den Stauraum erweitern. Besonders für SUVs ist sie eine praktische Alternative zur Dachbox, da sie leichter erreichbar ist und sich auch in niedrigen Parkhäusern nutzen lässt. Zudem punktet sie mit besserer Aerodynamik, was den Kraftstoffverbrauch um bis zu 13 Prozent senken kann.
Allerdings sind Heckboxen meist für kompaktes Gepäck ausgelegt und weniger geeignet für lange Gegenstände wie Skier oder Snowboards. Ihr Fassungsvermögen liegt in der Regel zwischen 200 und 400 Litern. Für die Montage wird eine Anhängerkupplung benötigt, entweder mit einer speziellen Halterung oder auf einem vorhandenen Fahrradträger.

Heckboxen fürs Auto

Aktuelle AngeboteTestnote
ADAC Heckboxentest 2018 Westfalia
Westfalia Transportbox
gut (2,0)
Amazon LogoEbay Logo
ADAC Heckboxentest 2018 Thule
Thule Heckträgerbox
gut (2,1)
Amazon LogoEbay Logo
ADAC Heckboxentest 2018 MFT
MFT BackBox
gut (2,5)
Amazon LogoEbay Logo
ADAC Heckboxentest 2018 Alutrans
Alutrans BackBoxx
befriedigend (3,5)
Amazon LogoEbay Logo
ADAC Heckboxentest 2018 Menabo
Menabo Boxxy
befriedigend (3,5)
Amazon LogoEbay Logo
ADAC Heckboxentest 2018 TowBox
TowBox V1
bedingt empfehlenswert (4,5)
Amazon LogoEbay Logo

ADAC testet sechs Heckboxen

ADAC Heckboxentest 2018 Westfalia
Die Heckbox von Westfalia sichert sich den ersten Platz im ADAC-Test.
Bild: ADAC
Heckboxen müssen natürlich einigen Sicherheitsstandards entsprechen. Der ADAC hat jetzt sechs verschiedene Modelle auf ihre Gestaltung (40 Prozent), Handhabung (40 Prozent), Fahrsicherheit (10 Prozent) und Crashsicherheit (10 Prozent) getestet. Darunter die Westfalia Transportbox, Thule Heckträgerbox Backspace 9171, mft BackBox, Alutrans BackBoxx Premium Box, Menabo Boxxy und TowBox V1. Obwohl sie mit 195 Litern das geringste Fassungsvermögen der getesteten Heckboxen bietet, kürt der ADAC die Westfalia Transportbox zum Testsieger mit der Gesamtnote 2,0. Während die Box in Sachen Crash- und Fahrsicherheit sehr gute Bewertungen erhält, muss sie einzig in Sachen Gestaltung ein paar Punkte lassen. Der Automobilclub lobt zwar die hochwertige und stabile Konstruktion, gibt jedoch Abzüge aufgrund ihres geringen Volumens.
Die zweitplatzierte Heckbox von Thule (Gesamtnote 2,1) bietet mit 310 Litern wesentlich mehr Platz und ist das größte Exemplar im Test. Kritik gibt es lediglich in Sachen Handhabung und aufgrund des leicht reduzierten Sichtfelds durch die Heckscheibe. Auf Platz drei landet die mft BackBox (Gesamtnote 2,5), die mit einem Preis von 789 Euro das teuerste Modell im Test ist. Die Besonderheit: Durch optionale Seitentaschen lassen sich auch Skier transportieren. Gleichzeitig ist dieses Extra aber die größte Schwäche der Heckbox, denn dadurch wird sie den Testern zufolge sperrig, ist schwierig zu beladen und lässt sich nur zu zweit montieren.

Testsieger Westfalia Transportbox, Schlusslicht TowBox V1

Die Alutrans BackBoxx liegt mit einer Gesamtnote von 3,5 auf Platz vier im ADAC-Test. Die Heckbox verrutschte beim Ausweichen, zeigte Schwächen bei der Kältebeständigkeit und hatte ein geringeres Ladevolumen als vom Hersteller angegeben. Anstelle der angegebenen 330 Liter, ließen sich nur 305 Liter nutzen. Ähnliche Kritik gab es bei dem Modell Menabo Boxxy, mit 185 Euro die günstigste Heckbox im Test. Auch hier war das Volumen rund acht Prozent geringer sowie Ausweichtest und Kältesicherheit unbefriedigend. Zudem bemängeln die Tester das Fehlen eines Diebstahlschutzes und die Notwendigkeit von speziellem Werkzeug zum Anbringen.
ADAC Heckboxentest 2018 TowBox
Schlusslicht im ADAC-Test: Für die TowBox V1 reichte es nur zu Platz sechs.
Bild: ADAC

Schlusslicht ist die TowBox V1 (Gesamtnote 4,5). Hauptgrund für das schlechte Ergebnis: Die Befestigung der Box am Träger brach im City-Crash. Außerdem fehlt bei dem Modell eine Kennzeichenhalterung. Der ADAC-Test zeigt: Auch wenn es bei Heckboxen einheitliche Sicherheitsstandards gibt, sind nicht alle Modelle den Belastungen im Straßenverkehr gewachsen. Auch im Handling, dem Ladevolumen und den Preisen gibt es deutliche Unterschiede. Wer also eine Heckbox kaufen möchte, sollte sich vorab über die Modelle informieren und nach seinen individuellen Bedürfnissen entscheiden. Die detaillierten Testergebnisse des ADAC finden Sie in der Bildergalerie.

Das ist beim Anbau einer Heckbox zu beachten

Wer eine Heckbox auf seiner Anhängerkupplung montieren möchte, sollte die maximale Stützlast im Blick behalten – das Höchstgewicht, mit dem die Anhängerkupplung belastet werden darf. Meistens lässt sich der Wert auf einem kleinen Schild neben der Steckerbuchse ablesen, ansonsten ist er in der Gebrauchsanweisung zu finden. Um den maximalen Kugeldruck der Anhängerkupplung nicht zu übersteigen, sollten das Gewicht des Grundträgers, Leergewicht der Heckbox und Gewicht der Zuladung (= Max. Stützlast) bekannt sein. Meist liegt das Maximal-Gewicht je nach Größe des Autos zwischen 45 und 75 Kilo. Wird die maximale Stützlast überschritten, werden die Anhängerkupplung und die Federung des Wagens sehr stark belastet, wenn nicht gar überlastet. Außerdem hat die Überschreitung der zulässigen Stützlast Auswirkungen auf das Fahrverhalten und gegebenenfalls die Servolenkung. Wer möglichst viel Freude mit seiner Heckbox haben möchte, denkt am besten schon beim Kauf an die maximale Stützlast und entscheidet sich für ein besonders leichtes Modell.

Gefahren beim Fahren mit Heckbox

Für Autofahrer ist es wichtig zu beachten, dass sich durch eine Heckbox auch die Eigenschaften des Wagens verändern. Zunächst betrifft das die gewachsene Fahrzeuglänge. Dabei ist es hilfreich sich die neuen Abmessungen im Cockpit zu notieren, um sich den Längenzuwachs durch die Heckbox in Erinnerung zu rufen. Gerade bei vollgeladener Heckbox, verlagert sich möglicherweise der Schwerpunkt des Fahrzeugs, wodurch sich das Fahrverhalten verändern kann. Außerdem wichtig: Ist die Transportbox gerade frisch montiert, sollte nach ein paar Kilometern nochmal ihre Befestigung überprüft werden.

Bildergalerie

TowBox V1
Menabo Boxxy
Alutrans BackBOXX Premium Box
Galerie "Heckboxen im ADAC-Test" mit 6 Bildern öffnen
Heckboxen im ADAC-Test