21 Digital-Cockpits der 70er, 80er und 90er

Historische Digital-Cockpits: 70er, 80er, 90er

Die Zukunfts-Cockpits von gestern

Digital-Cockpits, Head-up-Displays und Touchscreens sind mittlerweile allgegenwärtig, jedoch keinesfalls eine neue Erfindung. AUTO BILD zeigt die innovativsten Zukunfts-Cockpits des vergangenen Jahrhunderts!
Digital-Cockpits und Touchscreens im Auto sind keine Erfindung des 21. Jahrhunderts! Die Autohersteller preisen ihre Hightech-Innenräume heutzutage zwar gerne als große Innovation an, tatsächlich findet sich diese Technik aber bereits in einigen Autos aus den Siebzigern und Achtzigern. Und dabei handelte es sich mitnichten nur um Studien und Kleinserienmodelle. Die Technik war zwar noch lange nicht so fortgeschritten wie heute und könnte in manchen Fällen auch aus einer Low Budget-Parodie von Star Wars stammen. Doch genau dieser Trash-Faktor macht sie heute nur noch faszinierender.

1976 Aston Martin Lagonda: Erstes serienmäßiges Digi-Cockpit

Die exzentrische Luxuslimousine Aston Martin Lagonda war 1976 das weltweit erste Auto mit digitalen Anzeigen.

Der Aston Martin Lagonda Series 2 kann getrost als geistiger Vater der heutigen Digitalcockpits bezeichnet werden. Die exzentrisch gestylte Luxuslimousine hatte die für damalige Verhältnisse ausgesprochen futuristischen Anzeigen nämlich schon 1976 serienmäßig an Bord. Und der Digi-Tacho blieb für eine ganze Weile ein Alleinstellungsmerkmal der Briten. Zwei Jahre später zog jedoch Cadillac mit dem Seville nach. Zu einem richtigen Trend wurden die Digi-Cockpits in Europa erst Anfang der Achtziger. Der kantige Lagonda hatte aber neben den digitalen Anzeigen noch mehr Highlights zu bieten. Die High Tech-Limousine hat beispielsweise schon Sensortasten an Bord, über die einige Funktionen gesteuert werden könnten. Die Betonung liegt auf könnten: Die unkonventionelle Technik war nämlich noch lange nicht ausgereift und fiel in den ersten Baujahren gerne mal komplett aus.

1986 Buick Riviera: Das erste Auto mit Touchscreen

Buick war mit der Touchscreen-Bedienung einige Jahre zu früh dran. Das System fand damals keine Nachahmer.

Die Innenräume von General Motors waren in den Achtzigern teilweise ihrer Zeit um Jahrzehnte voraus. Der Buick Riviera des Modelljahres 1986 war beispielsweise das erste Serienmodell, das über einen Touchscreen verfügte. Über das "Graphic Control Center" genannte System konnten unter anderem das Radio und die Klimaanlage des Luxus-Coupés bedient werden. Des Weiteren konnte man darüber den Tageskilometerzähler zurücksetzen und auf die Fehlermeldungen des Autos zugreifen. Die technische Entwicklung der neuartigen Technik übernahm GMs "Delco" genannte Software-Abteilung. Das fortschrittliche Bedienkonzept kam drei Jahre später auch im Buick Reatta und in weiterentwickelter Form beim Konzernbruder Oldsmobile Toronado zum Einsatz. Leider fand diese Innovation damals außerhalb des GM-Konzerns wenig Nachahmer. Erst über 20 Jahre später trat die Technologie herstellerübergreifend ihren Siegeszug an.

1988 Citroën Activa Concept: Ausblick auf die Cockpits von heute

Wenn Zukunftsvisionen zutreffen: Das Layout des Activa-Cockpits setzte sich viele Jahre später tatsächlich durch.

Citroën präsentierte auf dem Pariser Salon 1988 die Studie "Activa", deren Cockpit heute wie eine Weissagung der heutigen Auto-Innenräume wirkt. Das von den Designern und Ingenieuren ersonnene Bedienkonzept hat sich nämlich tatsächlich in ähnlicher Form durchgesetzt. Die Bedientasten (z. B. für die Lautstärkeregelung) auf dem Lenkrad, das in die Mittelkonsole integrierte Display und das Head-up-Display mit der ausfahrbaren Scheibe: Dieses Layout ist heute klassenübergreifend bei vielen Automodellen Standard. Während Citroën das Head-up-Display 1988 nur in eine Studie packte, präsentierten Oldsmobile mit der Cutlass Supreme "Indy Pace Car Edition" und Nissan mit dem 240SX im selben Jahr waschechte Serienfahrzeuge, die bereits die wichtigsten Fahrinformationen auf die Windschutzscheibe projizierten. Trotzdem zählen die Franzosen zu den Vorreitern dieser Technologie: Der Citroën C6 war 2005 eines der ersten europäischen Autos mit einem Head-up-Display. Sehen Sie in der Bildergalerie die spektakulärsten Digital-Cockpits des vergangenen Jahrhunderts!

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