Deutschland atmet auf. Auch im Juli 2009 wurden wieder rund 30 Prozent mehr Neuwagen zugelassen als im Vorjahresmonat, exakt waren es 339.976. Die ersten sieben Monate des Jahres zusammengenommen, stiegen die Verkäufe um 26,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Und auch auf ihrer Zielgeraden befeuert die Abwrackprämie die Kleinwagenverkäufe. Das Mini-Segment legte im Vergleich zum Juli 2008 um 144 Prozent zu, bei den Kleinwagen waren es knapp 68 Prozent. Zum Vergleich: Sportwagen (minus 29 Prozent) und Autos der oberen Mittelklasse (minus 23 Prozent) sind weiterhin rückläufig.
Saison der Saubermänner
Parallel zu dieser Entwicklung ist eine Reduzierung beim CO2-Ausstoß zu registrieren. Der Anteil an Autos, die nur bis 120 Gramm pro Kilometer emittieren, stieg im Vergleich zum Juli 2008 um 175 Prozent; im Juni 2009 wurden mehr als 44.000 Autos neu zugelassen, ein Marktanteil von immerhin schon fast 13 Prozent (siehe Grafik). Während auch Modelle mit einem Ausstoß von 121 bis 160 g/km um knapp 60 Prozent häufiger verkauft wurden, waren die Zulassungszahlen der Pkw mit mehr als 160 g/km trotz des Absatzbooms rückläufig. Die Saison der Saubermänner also. Ob sich damit auch das automobile Klima in Deutschland verbessert? Denn im Wesentlichen sind es die Importeure, die vom Kleinwagen-Boom profitieren. Renault schaffte es im Juni dank der Billigtochter Dacia auf Rang vier der verkaufsstärksten Hersteller. Ungefähr verdoppeln konnten ihre Verkäufe die Marken Kia (plus 110 Prozent), Fiat (plus 95 Prozent) und Hyundai (plus 93 Prozent).