Hitliste September 2008
Die Kurzen kommen

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Kleine Autos sind die neuen Lieblinge der Deutschen. Die Neuzulassungen im Mini-Segment sind im Vorjahresvergleich um 21 Prozent gestiegen, berichtet das Kraftfahrt-Bundesamt.
Deutschland reißt das Steuer herum. Nachdem unsere Autos in den vergangenen Jahren immer größer, stärker und schwerer wurden, bestimmen Neuwagen-Käufer derzeit klar den gegenteiligen Trend: kleiner, wirtschaftlicher, vernünftiger. So jedenfalls gibt es die aktuelle Zulassungstabelle wieder zum Thema Neuwagenkäufe von Januar bis September 2008. Das Motto der Stunde könnte also lauten: Liebling, wir haben die Autos geschrumpft! Um 21,1 Prozent hat das Segment der sogenannten "Minis" in den vergangenen neun Monaten zugelegt. Stadtflitzer wie Citroën C1, Fiat 500, Renault Twingo und Smart fortwo haben seit Jahresbeginn im zweistelligen Prozentbereich zugelegt. Gleichzeitig gingen die Zulassungen in der oberen Mittelklasse (minus 15,9 Prozent), bei den Sportwagen (minus 11,7 Prozent) und bei den Vans (minus 7,1 Prozent) deutlich zurück. Ein Trend, der sich auf dem Hintergrund der Finanzkrise noch verstärken dürfte.
Der Gesamtmarkt hat im September mit 261.384 verkauften Neuwagen gegenüber dem Vorjahresmonat zwar ein Minus von 1,5 Prozent eingefahren. Über die ersten neun Monate gesehen, liegen die Neuzulassungen aber noch 1,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Kein Grund für Herbstdepressionen also. Die Mehrheit der Autokäufer entscheidet sich übrigens nach wie vor für einheimische Produkte: Die deutschen Hersteller decken aktuell 64,3 Prozent des Gesamtmarktes ab. Während Smart (plus 19,2 Prozent), Ford (plus 4,3 Prozent) und VW (plus 3,9 Prozent) die größten Zugewinne für sich verbuchten, war die Entwicklung bei Opel (minus 4,6 Prozent) und Porsche (minus 6,5 Prozent) rückläufig. Als stärkster ausländischer Hersteller hat Renault seine Position mit plus elf Prozent gefestigt. Der Wachstumskurs wurde maßgeblich durch Dacia mit einem Anteil von 16 Prozent gestärkt. Toyota musste im Laufe des Jahres mit minus 22,3 Prozent starke Einbußen hinnehmen und Skoda (plus 5,2 Prozent) auf Platz zwei vorbeiziehen lassen. Der Dieselanteil bei den Neuwagen stieg wieder an, und beträgt jetzt 43 Prozent. Und: Über 7000 Pkw entsprachen bereits der brandneuen Euro-5-Einstufung.
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