Honda kreiert Pokémon auf zwei Rädern
Das steckt hinter diesem skurrilen Motorrad!

Kindheitstraum auf Rädern: Dieses Motorrad im Pokémon-Look stammt direkt vom Hersteller Honda. Und es bewegt sich sogar!
Bild: Honda Motor Co., Ltd
Wer erinnert sich nicht daran: Pokémon-Kämpfe, Sammelkarten und die Sehnsucht nach einem eigenen Pokémon – sei es Schiggy, Pikachu oder Bisasam. Was für viele Kinder nur blühende Fantasie war, macht Honda jetzt zur Realität – oder zumindest fast.
Mit dem Projekt Honda Koraidon haben Ingenieure und Designer ein Konzeptfahrzeug geschaffen, das aussieht wie ein legendäres Pokémon aus einem Videospiel und sich sogar in Bewegung setzen kann.
Ein besonderes Projekt
Das Koraidon-Projekt ist Hondas Beitrag zu außergewöhnlichen Mobilitätskonzepte und entstand im Rahmen des Projekts "Die Hingabe von Erwachsenen lässt Kinderträume wahr werden" der Toyota Engineering Society. Gemeinsam mit "The Pokémon Company" entstand eine fast lebensgroße Replik des Pokémon "Koraidon" aus dem Spiel "Pokémon Scarlet".
Größe und Gewicht entsprechen circa dem Charakter im Spiel, und bis ins Detail stimmt die Form: der helmähnliche Kopf, die Silhouette, die markanten Farben – alles wie beim digitalen Vorbild. An dem Projekt waren rund 40 Ingenieure aus den Geschäftsbereichen Motorräder und Elektroprodukte von Honda beteiligt.
Koraidon läuft sogar
Statt Räder nutzt das Koraidon bewegliche Beine vorne und hinten und bewegt sich damit im Schritttempo fort. Ein bisschen so, als würde man auf einem riesigen Pokémon reiten – wenn auch mit Stützrädern. Damit das ungewöhnliche Gefährt nicht umkippt, steckt Hondas eigene Selbstbalancetechnik drin. So bleibt der Stand stabil, auch wenn das Motorrad verhältnismäßig groß ist.

Koraidon erscheint im Videospiel "Pokémon Scarlet" aus dem Jahr 2022 und verkörpert eine Art Drachen.
Bild: Pokémon. ©Nintendo/Creatures
Gezeigt wurde das Pokémon-Zweirad erstmals beim MotoGP-Großevent in Japan, wo es sogar möglich war, das Gefährt nicht nur anzuschauen, sondern auch darauf Platz zu nehmen und eine Showfahrt mit Fahrer zu sehen. Was genau das Motorrad antreibt, ist nicht bekannt.
Technisch bleibt das Koraidon natürlich ein Showpiece: mit gut 2,5 Metern Länge und einem Gewicht von 300 Kilogramm. Die Geschwindigkeit ist auf Schritttempo begrenzt, mehr als eine gemütliche Paradefahrt ist also nicht drin. Eine Straßenzulassung? Völlig ausgeschlossen. Dafür ist das Konzept zu verspielt, zu experimentell.
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