(dpa/sb) Die Pannenserie beim zweitgrößten japanischen Autohersteller Honda setzt sich fort: Nach Airbags und Fensterhebern machen nun die Bremsen Probleme. Honda beorderte in den USA insgesamt 412.000 Odyssey-Minivans und Element-Geländewagen in die Werkstätten. In Deutschland und Europa  sind keine Honda-Fahrzeuge betroffen, weil beide Modelle dort nicht angeboten werden, sagte ein Sprecher von Honda Deutschland. Im Bremssystem der US-Modelle kann sich Luft ansammeln. Das führt dazu, dass das Bremspedal schlechter anspricht oder der Fahrer kräftiger zutreten muss, um anzuhalten. Betroffen sind die Modelljahre 2007 und 2008. Nach Angaben von Honda ist ein falsch eingebautes Bauteil im elektronischen Stabilitätssystem Schuld an der Misere. Das Problem trete schleichend auf, über Monate oder gar Jahre.

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Honda musste in diesem Jahr bereits knapp eine Million Wagen weltweit zurückrufen. Bei der einen Hälfte der Autos drohen herumfliegende Teile des Airbags die Insassen zu verletzen oder gar zu töten. Bei der anderen Hälfte kann es zu gefährlichen Kurzschlüssen an den Fensterhebern kommen. Zwei Menschen sollen durch die Defekte bereits gestorben sein.