HRZ Sahara: Wohnmobil-Test
Kein rauer Typ

Harte Schale, weicher Kern: Der HRZ Sahara wirkt auf den ersten Blick wenig umgänglich. Im Einzeltest entpuppt er sich aber als Verwöhner!
Sie hat die Abenteuerlust gepackt, und gut 200 große lila Scheine liegen auch unterm Kopfkissen parat? Dann hätten wir hier vielleicht was Spannendes für Sie. Zuschaltbarer Allradantrieb mit Untersetzung, dicke 245er-MT-Reifen, 360 Newtonmeter Drehmoment bei 1400 Touren aus einem Euro-6-Turbodiesel, reichlich Platz für zwei Weltenbummler mitsamt Gepäck und ein großes Bad im Heck – das alles steckt im Sahara von HRZ. Die Spezialisten aus Bretzfeld im Hohenlohischen haben über 45 Jahre Erfahrung im Ausbau innovativer Kastenwagen vorzuweisen. Und sie bieten alle ihre Wohnmobile mit Allradantrieb an. Dabei setzen sie auf die robuste Mercedes-Sprinter-Basis, was gerade für Kilometerfresser, die auch den Weg auf andere Kontinente nicht scheuen, handfeste Vorteile verspricht. Die Schwaben werben ja nicht erst seit gestern damit, dass ihr Stern ein guter auf allen Straßen sei. Passende Betreuung bei Schadensfällen in der großen weiten Welt scheint dank des dichten Servicenetzes zumindest beim Basisfahrzeug also schon mal gesichert zu sein. Doch entspricht auch der Ausbau dem Wunsch nach hochwertiger Langzeitqualität? Sehen wir ihn uns doch mal an.
Das Konzept des Sahara ist eindeutig für Paare gedacht

Mit den Drehsitzen ergibt sich eine variable, geräumige Sitzgruppe. Toll: Die Küche lässt sich auch dann nutzen, wenn oben noch jemand schläft.
Bild: Sven Krieger
Im Bad muss nichts umgebaut werden
Das hat er: Trotz Allrad und verstärktem Fahrwerk ein zulässiges Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen (3,8 Tonnen möglich). Das macht ihn auch für Klasse-B-Fahrer interessant, außerdem gibt's kein 100-km/h-Tempolimit. Für wohlige Wärme sorgen die dicke PE-Luft-Isolierung und eine Truma-Dieseltherme. Gas aus der 2,8-Kilo-Flasche wird also nur zum Kochen benötigt. Ein vollwertiger Kleiderschrank findet sich gegenüber der Küche. Das Bad reicht übers ganze Heck, als Bonbon hat es eine fugenlose GFK-Duschkabine. Vor deren Benutzung verschwindet die Schmutzwäsche in einem Abwurf – eines von vielen durchdachten Details.
Überblick: Alles zum Thema Wohnmobile
Durch die stattliche Gesamthöhe wird Seitenwind zum Thema

3,20 Meter misst der Sahara. Im Parcours gibt er sich keine Blöße, bleibt stets sanftmütig.
Bild: Sven Krieger
Fazit
Praxisnah konstruiert, fein montiert, geräumig, gut individualisierbar, aber dadurch teuer – das trifft auf den Sprinter genauso zu wie auf seinen HRZ-Ausbau. Eine ideale Kombination also für solvente viel reisende Paare, die einen verlässlichen Wegbereiter brauchen. Urteil: 4,5 von fünf Punkten.
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