Hunter-Reay gewinnt Indianapolis 500
Erster US-Sieg seit 2006

Ryan Hunter-Reay heißt der Sieger beim größten Autorennen der Welt: Der Amerikaner setzte sich im Fotofinish mit knappen sechs Hundertsteln Vorsprung durch.
Bild: Getty Images
- Frederik Hackbarth
Nach dem Monaco GP der Formel 1 stand am frühen Sonntagabend europäischer Zeit mit den Indianapolis 500 noch ein weiterer Motorsport-Leckerbissen auf dem Programm: Bei strahlend blauem Himmel und besten äußeren Bedingungen machten sich 33 Teilnehmer auf die Jagd nach dem Sieg beim größten Autorennen der Welt. Vor allem in der Anfangsphase legten die Fahrer dabei ungewöhnlich viel Zurückhaltung an den Tag und sorgten nur für wenige Zwischenfälle und Gelbphasen. Erst als sich das 200-Runden-Rennen bereits im finalen Viertel befand, kam dann doch noch die übliche Indy-Hektik auf.
Rote Flagge kurz vor Schluss

Die Zieldurchfahrt von Hunter-Reay und Castroneves war die zweitengste in der 98-jährigen Geschichte des Rennens
Showdown nach 194 Runden
Den Zuschauern bescherte das nach zwei weiteren Einführungsrunden bei der 98. Auflage des Klassikers in Indianapolis schließlich ein Herzschlagfinale: Nachdem zunächst alles nach einem Dreikampf zwischen Ryan Hunter-Reay, Dreifach-Sieger Helio Castroneves und Marco Andretti ausgesehen hatte, konnte Letzterer am Ende nicht mehr ganz mit dem Duo an der Spitze mithalten. Nach einem rundenlangen Schlagabtausch ergatterte sich zwei Umläufe vor Schluss Hunter-Reay die Führung mit einem halsbrecherischen Manöver auf der Innenseite am Ende der Gegengeraden von Castroneves zurück.
Ein stolzer Amerikaner

Ex-Formel-1-Weltmeister und Indy-Gewinner Villeneuve wurde bei seiner Rückkehr nach Indianapolis 14.
Montoya & Villeneuve im Ziel
Anschließend feierte der Andretti-Pilot seinen ersten Triumph beim Klassiker standesgemäß mit der Siegermilch und den Worten: „Ich bin stolz, ein Amerikaner zu sein!“ Hinter dem enttäuschten Castroneves rettete Andretti P3 ins Ziel, Carlos Munoz wurde Vierter. Die ehemaligen F1-Recken Juan-Pablo Montoya und Jacques Villeneuve schlugen sich bei ihrer Rückkehr nach Indy respektabel. Der Kolumbianer wurde starker Fünfter. Ex-F1-Weltmeister Villeneuve, der das Rennen 1995 gewonnen hatte und 19 Jahre nach seinem Erfolg erstmals wieder ans Brickyard zurückkehrte, wurde schlussendlich als 14. abgewunken.
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