Hyundai i10: TÜV-Report 2026
Der Hyundai i10 ist entzückend – bis der TÜV kommt

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Aus dem einst runden Winzling ist ein kleiner Kerl mit Kante geworden. Die sparsamen Antriebe machen Spaß, der HU-Besuch mit fortschreitender Zeit eher weniger.
Bild: Uli Sonntag / AUTO BILD
Worauf Gebrauchtwagenkäufer beim Hyundai i10 achten sollten: die wichtigsten Infos aus dem aktuellen TÜV-Report!
Hyundai i10 (3. Gen.)
- Bauzeit: 2019 bis heute
- Motoren: 63 PS (1.0) bis 100 PS (1.0 T-GDI)
- Preis: ab 7000 Euro

Als T-GDI taugt der Hyundai i10 sogar für spaßige Abenteuer.
Bild: OLAF ITRICH / AUTO BILD
Das ist er: Ein praktischer Begleiter vor allem in der Stadt – und als TGDI und bis zu 185 km/h sogar mit sportlichen Ambitionen. Weiterhin liefert Hyundai ihn nicht als Diesel, aber die Dreizylinder-Ottomotoren sind allesamt ziemlich sparsam.
Das kann er: Dank Turbomotoren mit einer ganz neuen Fahrcharakteristik aufwarten. Intuitive Bedienung, alles ist leicht erreichbar. Käufer junger Gebrauchter schlafen ruhig, denn die Koreaner geben fünf Jahre Garantie.
Das macht Ärger: Einige i10-Fahrer klagen über einfache Materialien oder mäßige Verarbeitung. Zwei Rückrufe betrafen Defekte am AGR-Ventil sowie leckende Tanks.
Hyundai i10 (2. Gen.)
- Bauzeit: 2014 bis 2019
- Motoren: 67 PS (1.0) bis 87 PS (1.2)
- Preis: ab 4400 Euro

Im AUTO BILD-Dauertest gab's eine 2- für die 87-PS-Version.
Bild: Roman Raetzke
Das ist er: Gewachsen bei gleicher Masse. Auch der 87-PS-Benziner ist bekannt aus dem ersten i10. Neu ist dagegen der Dreizylinder mit 67 PS, auch als LPG-Version. Der 67-PS-Zwerg nimmt nur 5,7 Liter.
Das kann er: Jetzt vier Erwachsene mit weniger Platznot mitnehmen. Bei umgelegter Rücksitzbank passt bis zu 1046 Liter Ladung in den i10. Der kleine Wendekreis von knapp unter zehn Metern ist sehr praktisch in der Stadt.
Das macht Ärger: Im AUTO BILD-Dauertest vor allem Klappergeräusche und eine erst nachlassende, dann für viel Geld auszutauschende Kupplung. Am Ende gab's die Note 2– für die 87-PS-Version.
Hyundai i10 (1. Gen.)
- Bauzeit: 2008 bis 2013
- Motoren: 67 PS (1.1) bis 86 PS (1.2)
- Preis: ab 1000 Euro

Hyundai i10, erste Generation: Vorsicht bei Modellen mit vernachlässigtem Service.
Bild: Werk
Das ist er: Ein knuffiger Kleinwagen aus Korea. Nicht so gut: Benziner hatten erst ab 2011 ESP an Bord. Die leisteten anfangs 67 und 77, ab 2011 77 und 86 PS, außerdem gibt es einen Diesel mit flotten 75 PS.
Das kann er: Besser Kurz- als Langstrecke. Mit vier Erwachsenen geht es ziemlich eng zu. Angenehm: Etwa die Hälfte des i10-Bestands ist klimatisiert, elektrische Fensterheber vorn waren ab 2011 Serie.
Das macht Ärger: Typisch für intensive Stadtnutzung sind abgegriffene Lenkräder, verschlissene Kupplungen, Parkrempler. Typisch für die Preisklasse: Beim Ölwechsel und anderen Wartungsarbeiten wird oft gespart.
Hyundai i10: Mängeleinteilung*
Ohne Mängel | Geringe Mängel | Erhebliche Mängel | Verkehrsunsicher | |
|---|---|---|---|---|
Alter | ||||
2-3 Jahre | 88,1 (Ø 89,4) | 5,1 (Ø 4,0) | 6,8 (Ø 6,5) | 0,0 (Ø 0,0) |
4-5 Jahre | 78,2 (Ø 84,7) | 7,7 (Ø 5,3) | 14,1 (Ø 10,0) | 0,0 (Ø 0,0) |
6-7 Jahre | 73,2 (Ø 78,8) | 9,8 (Ø 7,6) | 16,9 (Ø 13,6) | 0,0 (Ø 0,0) |
8-9 Jahre | 66,4 (Ø 71,7) | 13,2 (Ø 10,0) | 20,4 (Ø 18,3) | 0,0 (Ø 0,0) |
10-11 Jahre | 59,1 (Ø 64,7) | 17,1 (Ø 12,4) | 23,8 (Ø 22,9) | 0,0 (Ø 0,0) |
12-13 Jahre | 46,6 (Ø 56,0) | 23,6 (Ø 15,5) | 29,8 (Ø 28,4) | 0,0 (Ø 0,1) |
Das TÜV-Urteil
Fahrwerk
Die Lenkgelenke sind durchweg stabil, die Lenkanlage zickt eher bei Gen. 2 und 3. Mängel an den Antriebswellen zeigen nur die 12- bis 13-Jährigen der ersten Generation. Die hat zudem anfällige Achsaufhängungen. Federn und Dämpfer sind dagegen in allen Baujahren überdurchschnittlich solide.
Licht
Lichtblick sind die recht zuverlässigen Blinker. Die vordere Beleuchtung ist okay, das Abblendlicht dagegen generationenunabhängig häufiger als im Schnitt fehlerhaft. Auch zu den Rücklichtern machen sich die Prüfer häufiger eine Mängelnotiz.
Bremsen
Die Bremsschläuche zeigen sich top. Die Bremsleitungen des ersten i10 sind deutlich häufiger mangelhaft als im Schnitt, alle neueren i10 geben sich dagegen souverän. Die Feststellbremse von Gen. 2 und 3 ist unterdurchschnittlich gut, Gen. 1kann das besser. Die Fußbremse der jüngsten i10 liegt im Mittelfeld, bei älteren eher am Tabellenende. Bremsscheiben verschleißen vor allem bei Gen. 2 übermäßig häufig.
Umwelt
Ölverlust ist bei Gen. 1 und 2 ein Thema. Dafür sind die Abgasanlagen in der Regel in Ordnung, und auch das Bestehen der AU stellt meist keine große Hürde dar.
Fazit
Für den kleinen Koreaner sprechen seine Wirtschaftlichkeit und der hohe Nutzwert, gerade in der Stadt. Beunruhigend sind die vielen Mängelherde an den Bremsen, der Lenkung und den Dichtungen am Antrieb – trotz geringer Kilometerleistungen und der Erfahrung aus nunmehr drei Fahrzeuggenerationen. Interessierte sollten potenzielle Kandidaten deshalb sehr genau inspizieren.
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