Hyundai Ioniq 5: TÜV-Report 2026
Gebrauchter Ioniq: Bislang läuft's gut

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Hyundai präsentierte mit dem Ioniq 5 ein E-Auto, das Maßstäbe setzt. Schnelles Laden, Power und acht Jahre Garantie überzeugen. Die Qualität auch?
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Hyundai Ioniq 5
- Bauzeit: 2021 bis heute
- Motoren: 125 kW (170 PS) bis 478 kW (650 PS)
- Preis: ab 21.500 Euro
Das ist er: Ein richtig großes Auto (4,65 m lang, 1,89 m breit), verpackt in der Hülle eines eleganten Kompaktwagens. Das "Crossover Uti lity Vehicle", so Hyundai, erschien 2021 mit Heckantrieb (170 bis 228 PS) und Allrad (235 bis 325 PS). Der Akku speichert je nach Version 58 bis 84 kWh. Das sportliche Topmodell Ioniq 5N leistet sagenhafte 650 PS.

Vor allem im Fond bietet der Ioniq 5 ungewöhnlich viel Beinfreiheit.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Auffällig sind bei allen Modellen der lange Radstand von drei Metern, knappe Überhänge sowie sehr große Räder ab 19 Zoll. Ein erstes Facelift 2023 brachte eine breitere Antriebspalette, das zweite im Sommer 2024 nochmals stärkere Motoren und mehr Batteriespeicher. Größter Vorteil des Ioniq 5 ist sein 800-Volt-Bordnetz, das schnelles Nachladen ermöglicht.
Das kann er: Leise und komfortabel verwöhnen. Der Ioniq 5 bietet viel Platz und vor allem hinten luxuriöse Beinfreiheit. Der Kofferraum hinten fasst 450 Liter, der vordere weitere 20 Liter. Die durchdachte Bedienung erleichtert ein Mix von großem Display mit Drehknöpfen für wichtige Funktionen. Die umfangreiche Basisausstattung lässt sich aufstocken bis hin zur Wärmepumpe, die den Ioniq 5 vorheizt oder kühlt. Der fast zwei Tonnen schwere Brocken fährt erstaunlich behände, wird bei 185 km/h abgeregelt (abgesehen vom 5 N), verbraucht je nach Fahrweise und Jahreszeit 13 bis 20 kWh/100 km und schafft Reichweiten zwischen 350 und 500 Kilometer.
Das macht Ärger: In der City stört die Größe, vor allem aber der Wendekreis von 12,7 m. Kunden klagen über entladene Bordbatterien, nervige Assistenten, Hartplastik im Kofferraum und ausgefallene Wechselrichter. Ersatzteile und Versicherung sind teuer.
Das TÜV-Urteil
Fahrwerk
Beim bislang einzigen TÜV-Termin beeindruckt der Ioniq 5 fast durchweg als Null-Fehler-Kandidat. Achsaufhängungen, Antriebswellen und Lenkanlage werden nie beanstandet. Die Achsfedern und Dämpfer liegen in der Mängelquote unter dem Durchschnitt, einzig die Lenkgelenke (Hauptmangel: Spurstangenkopf ausgeschlagen) liegen nach zwei bis drei Jahren darüber.
Licht
Auch hier das gleiche Bild: Vordere wie hintere Beleuchtung sowie die Blinker liegen deutlich über dem Klassenschnitt, der Ausreißer ist diesmal das Abblendlicht, das öfter moniert wird.
Hyundai Ioniq 5: Mängeleinteilung*
Ohne Mängel | Geringe Mängel | Erhebliche Mängel | Verkehrsunsicher | |
|---|---|---|---|---|
Alter | ||||
2-3 Jahre | 93,0 (Ø 89,4) | 2,1 (Ø 4,0) | 4,9 (Ø 6,5) | 0,0 (Ø 0,0) |
Bremsen
Sind oft ein Schwachpunkt von Elektroautos, vor allem, wenn statt der Bremse vorwiegend die Rekuperation genutzt wurde. Beim Ioniq 5 funktionieren Fuß- und Feststellbremse durchweg einwandfrei, Bremsleitungen und -schläuche zeigen null Fehler. Die Bremsscheiben (bei diesem Modell ungewöhnlich teuer) bewegen sich mängelquotentechnisch im Mittelfeld.
Umwelt
Hier haben die TÜV-Prüfer absolut nichts zu meckern. Mängelquote 0,0 in allen Disziplinen.
Fazit
Zwar fährt der Ioniq 5 noch nicht lange auf den Straßen, doch er rechtfertigt seinen hohen Preis bislang mit guter Qualität. Bis auf einzelne Schwächen wie Abblendlicht und Lenkgelenke steht Hyundais E-Auto vorbildlich da und verspricht den Käufern sorgenfreien Besitz. Acht Jahre Garantie lassen ruhig schlafen, Ersatzteile und Versicherung gehen jedoch ins Geld. Der Wertverlust bleibt schwer zu kalkulieren.
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