Hyundai Kona Elektro gebraucht: TÜV-Report 2026
Kona Elektro gebraucht: fast makellos durch den TÜV

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Zur Familie des Hyundai Kona gehört seit 2018 auch eine Elektroversion. Die erste Generation macht ihre Sache bei der Hauptuntersuchung recht ordentlich. Der Überblick aus dem TÜV-Report 2026.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Der Hyundai Kona Elektro gilt als alltagstaugliches E-Auto mit ordentlicher Reichweite und moderner Ausstattung. Bei der Hauptuntersuchung schneidet er bislang zuverlässig ab, lediglich typische E-Auto-Themen wie Rost an wenig beanspruchten Bremsscheiben sowie kleinere Mängel bei Licht und Blinker können auftreten.
Hyundai Kona Elektro (Serie 1)
- Bauzeit: 2018 bis 2023
- Motoren: 136 PS (39,2-kWh-Akku) bis 204 PS (64-kWh-Akku)
- Preis: ab 14.500 Euro
Das ist er: Das kompakte Trend-SUV – formal im B-SUV-Segment angesiedelt mit zwei Akkugrößen. Dank nur 4,18 Meter Länge ist der funktionale Koreaner stadttauglich. Vorn bequem, hinten zwar geräumig, doch wegen der tiefen Sitzposition und der wenig profilierten Fondbank besteht komfortmäßig noch Luft nach oben. Ab 2020 in Tschechien gebaut; mit dem Facelift 2021 kam Reichweitenzuwachs.

Mit seinen 4,18 Meter Länge ist der Kona Elektro absolut städtetauglich. Experimente bei Design oder Bedienung gibt es nicht.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Das kann er: Durchaus mit Reichweite überzeugen: Ein Kona Elektro mit dem größeren, voll aufgeladenen 64-kWh-Akku schaffte im AUTO BILD-Reichweitentest bei 130 km/h immerhin 336 km. Von 10 bis 80 Prozent Ladung braucht er am Schnelllader aber eine volle Stunde. Die Version mit dem kleineren Akku bietet sich für die Langstrecke weniger an. Die stärkere 204-PS-Version verführt mit Spurtkraft, fällt dafür aber recht heftig über die Vorderräder her. Die 136-PS-Version wirkt da ausgeglichener. Allrad gab's für den E-Kona nicht.
Das macht Ärger: Verschleiß von Bremsscheiben und -belägen, die wegen der Rekuperationsfunktion unter Nichtgebrauch und abnehmenden Reibwerten leiden – typisch für Elektroautos. Die Akkugarantie ist auf acht Jahre und 160.000 Kilometer begrenzt. Ein Kompletttausch kostet 22.000 Euro, das Wechseln einzelner Module ist aber ebenfalls möglich. Das Navi ist veraltet; Reisen besser per Lade-App planen. Die reichweitenverlängernde Wärmepumpe war aufpreispflichtig, nicht jedes Exemplar hat sie. Der 11-kW-Bordlader (ab Facelift 2021) ist wichtig, sonst zieht der Kona nur 7,2 kW an der Wallbox. Rückruf wegen fehlerhafter Hochvoltbatterie – Kurzschlussgefahr.
Das TÜV-Urteil
Fahrwerk
Im Fahrwerkskapitel erntet der Hyundai Kona Elektro durchweg Bestnoten: null Fehler an Achsaufhängungen, Antriebswellen sowie an Lenkanlage und -gelenken. Rost kommt nicht vor. Lediglich sehr selten werden Federn und Dämpfer der Fünfjährigen moniert.
Licht
Nicht fehlerfei, aber im Vergleich unterdurchschnittlich oft kommt verstelltes Abblendlicht vor. Vordere und hintere Beleuchtung werden vereinzelt beanstandet, die Blinker im Schnitt minimal häufiger.
Bremsen
Die Fußbremsfunktion wird von den Prüfern selten beanstandet, die Bremsleitungen und -schläuche sowie die Funktion der Feststellbremse gar nicht. Die Farbe Orange in der Bremsbauteile-Spalte verdankt das Elektro-SUV dem Bremsscheibenverschleiß, der den Mängelschnitt leicht toppt.
Umwelt
Im Umweltkapitel kann lediglich Ölverlust am Antrieb einem E-Auto zum Verhängnis werden. Beim Kona Elektro ist dies aber nicht der Fall, macht 0,0 Fehlerpunkte.
Hyundai Kona Elektro: Mängeleinteilung*
Ohne Mängel | Geringe Mängel | Erhebliche Mängel | Verkehrsunsicher | |
|---|---|---|---|---|
Alter | ||||
2-3 Jahre | 90,8 (Ø 89,4) | 4,4 (Ø 4,0) | 4,8 (Ø 6,5) | 0,0 (Ø 0,0) |
4-5 Jahre | 89,5 (Ø 84,7) | 4,1 (Ø 5,3) | 6,5 (Ø 10,0) | 0,0 (Ø 0,0) |
Fazit
Noch ist der Kona Elektro recht jung und leistet sich keine großen Patzer bei der HU. Wie viele E-Autos leidet auch er unter Mängeln an den Bremsscheiben. Diese werden in Mitleidenschaft gezogen, wenn der Fahrer die Rekuperation nutzt und so zu selten die Bremse betätigt. Weniger kostenintensiv sind Lichtmängel, dennoch sollten Gebrauchtkäufer einen genauen Blick auf Blinker und Abblendlicht werfen.
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