IndyCar: Pagenaud Champion
Was wird aus Montoya?

Die IndyCar-Saison ist vorbei. Simon Pagenaud krönte sich in Sonoma mit Stil zum Champion. Jetzt steht ein heißer Transfer-Winter bevor. Im Zentrum: Juan Pablo Montoya.
Bild: Hersteller
- Michael Zeitler
In Runde 38 war alles entschieden: Will Power rollte mit Kupplungsschaden aus, während Tabellenführer und Teamkollege Simon Pagenaud eine Führungsrunde nach der anderen drehte. Zwar wurde Power nach einer Reparatur von seinem Penske-Rennstall wieder ins Rennen geschickt, aber da war er schon chancenlos einige Runden zurück.
Seit fünf Jahren ist Power in jedem Finale noch ein Titelanwärter, aber nur 2014 beendete der 35-Jährige die Meisterschaft auch als Champion. Pagenaud ist der 65. Fahrer, der sich in der Geschichte der Serie den Titel sichern konnte.
Noch letztes Jahr war der Franzose nicht einmal in den Top-10 der Fahrerwertung vertreten – obwohl er für das Topteam Penske an den Start ging. „Penske setzt erst seit 2015 einen vierten Wagen ein, da musste das Team erst aufgebaut werden“, erklärt Pagenaud AUTO BILD MOTORSPORT. „Das ist jetzt passiert – und jetzt können wir die Früchte ernten."

Juan Pablo Montoya steht vor einer ungewissen Zukunft
Was er damit meint: In acht Jahren NASCAR war er nur einmal in den Top-16 klassifiziert: 2009 als Gesamt-Achter. Sein bestes NASCAR-Jahr war also so gut wie seine schlechteste IndyCar-Saison.
Morgen feiert Montoya seinen 41. Geburtstag. Für ihn kein Alter, um den Helm an den Nagel zu hängen. 2017 will er wieder in der IndyCar mit von der Partie sein. Am liebsten mit Penske. Aber selbst, wenn das Spitzenteam sich die Dienste eines jungen Amerikaners wie Josef Newgarden oder Indy-500-Sieger Alexander Rossi schnappt, gibt es noch viele Optionen. Zahlreiche Teambesitzer strecken schon die Fühler nach Montoya aus. Interessierte Teams sollen KVSH, Carpenter, Foyt und sogar sein Ex-Team Ganassi sein.
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