Jaguar S-Type: Gebrauchtwagen-Test
Der blaublütige Typ

Ein aristokratisches Auto für den verarmten Adel: Den Jaguar S-Type gibt es als Gebrauchten richtig günstig – samt englischem Stil und einigen Macken.
Das Vorurteil hält sich seit Jahrzehnten: Man brauche stets zwei Jaguar, einen zum Fahren und einen für die Werkstatt. Spätestens seit der Ford-Übernahme 1989 hat sich die Jaguar-Qualität
aber spürbar verbessert. Der 1999 vorgestellte S-Type ist keine reinrassige Edelkatze, sondern teilt sich Bodengruppe und Antrieb mit US-Konzernbruder Lincoln LS. Ein zuverlässiger Typ? Im
AUTO BILD-Dauertest von 2002 lief der S-Type 3.0 V6 über 100.000 Kilometer pannenfrei, aber nicht problemlos. Fünfmal musste er außerplanmäßig in die Werkstatt, meist wegen des klappernden Fahrwerks. Grund waren ausgeschlagene Stabilisatorbuchsen an der Vorderachse und polternde Stoßdämpfer. Nach 45.000 Kilometern waren die Lagerbuchsen der Stoßdämpfer ausgeschlagen, alle vier mussten getauscht werden. So alt werden die Bremsbeläge nicht, nach 30.000 Kilometern ist meist ein neuer Satz fällig – an Vorder- und Hinterachse, Gewicht und Geschwindigkeit fordern ihren Tribut.Da passen die beiden Endschalldämpfer ins Bild, die selten länger als fünf Jahre halten. Hauptärgernis beim S-Type ist das störanfällige Automatikgetriebe. Es schaltet plötzlich nicht mehr in den vierten und fünften Gang. Häufig wollen Werkstätten gleich das komplette Getriebe tauschen, dabei ist die Ursache meist nur eine gebrochene Feder im Schaltschieberkasten. Das repariert die Werkstatt, ohne das Getriebe ausbauen zu müssen. Nach dem Facelift 2002 kam nicht nur eine zuverlässigere Sechsstufenautomatik von ZF zum Einsatz, auch der Innenraum wurde gründlich überarbeitet und bietet seitdem Kaminzimmer-Atmosphäre. Die lässt sich am entspanntesten genießen, wenn auch die Komfort-Elektrik einwandfrei funktioniert. Braucht der Jaguar-Fahrer am Ende also doch zwei S-Type zum Glücklichsein? Antwort: Ist der Jag so gut in Form wie unser Testwagen, reicht auch ein Exemplar. Und zwar zum Fahren.
aber spürbar verbessert. Der 1999 vorgestellte S-Type ist keine reinrassige Edelkatze, sondern teilt sich Bodengruppe und Antrieb mit US-Konzernbruder Lincoln LS. Ein zuverlässiger Typ? Im
AUTO BILD-Dauertest von 2002 lief der S-Type 3.0 V6 über 100.000 Kilometer pannenfrei, aber nicht problemlos. Fünfmal musste er außerplanmäßig in die Werkstatt, meist wegen des klappernden Fahrwerks. Grund waren ausgeschlagene Stabilisatorbuchsen an der Vorderachse und polternde Stoßdämpfer. Nach 45.000 Kilometern waren die Lagerbuchsen der Stoßdämpfer ausgeschlagen, alle vier mussten getauscht werden. So alt werden die Bremsbeläge nicht, nach 30.000 Kilometern ist meist ein neuer Satz fällig – an Vorder- und Hinterachse, Gewicht und Geschwindigkeit fordern ihren Tribut.Da passen die beiden Endschalldämpfer ins Bild, die selten länger als fünf Jahre halten. Hauptärgernis beim S-Type ist das störanfällige Automatikgetriebe. Es schaltet plötzlich nicht mehr in den vierten und fünften Gang. Häufig wollen Werkstätten gleich das komplette Getriebe tauschen, dabei ist die Ursache meist nur eine gebrochene Feder im Schaltschieberkasten. Das repariert die Werkstatt, ohne das Getriebe ausbauen zu müssen. Nach dem Facelift 2002 kam nicht nur eine zuverlässigere Sechsstufenautomatik von ZF zum Einsatz, auch der Innenraum wurde gründlich überarbeitet und bietet seitdem Kaminzimmer-Atmosphäre. Die lässt sich am entspanntesten genießen, wenn auch die Komfort-Elektrik einwandfrei funktioniert. Braucht der Jaguar-Fahrer am Ende also doch zwei S-Type zum Glücklichsein? Antwort: Ist der Jag so gut in Form wie unser Testwagen, reicht auch ein Exemplar. Und zwar zum Fahren.
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