Die automobilen Kronjuwelen des britischen Empires sind fest in ausländischer Hand. Land Rover und Jaguar wechselten 2008 vom Ford- zum indischen Tata-Konzern. Mit einer Mischung aus plakativer Tradition, Abenteuergeist und offensivem Luxus bedienen die Marken Nischen, die die auf Dienstwagen spezialisierten deutschen Premiumhersteller bestenfalls streifen.
In Deutschland, einem besonders anspruchsvollen Automarkt, sind die Marken etabliert, aber nur Nischenprodukte: Ihr gemeinsamer Marktanteil liegt bei unter einem Prozent – was ein Bruchteil der Umsätze von Audi, BMW und Mercedes bedeutet. Die Markenphilosophien: Während andere Premiummarken auf eine breite Produktpalette mit Technologie und Perfektion setzen, liefern Jaguar und Land Rover zugespitzte Emotionen.

Land Rover schlägt sich erfolgreicher als Jaguar

Jaguar galt lange als Marke der Wahl für Kunden, die in der Businessklasse einen exklusiven Exoten fahren wollen. Das historische Erbe ist aufgrund von Modellen wie E-Type, Mk2 und XJ beachtlich. Allerdings konnte sich die unter Tata-Regie neu entwickelte Designsprache nie so wie erhofft etablieren.

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Auch das 2018 lancierte, große vollelektrische Luxus-SUV I-Pace blieb stückzahlentechnisch ein Exot, sodass man herstellerseitig zuletzt die Notbremse zog und mit einem kompletten Produktionsstopp der bisherigen Modelle und einem nochmals höher positionierten, vollelektrischen Marken-Neustartplan reagierte.
Erfolgreicher schlägt sich die Marke Land Rover inklusive ihrer Luxustochter Range Rover. Die SUV- und Geländewagenmodelle treffen einen finanzstarken Zeitgeist. Das Gebraucht-Portfolio reicht von feinen Kompaktklasse-Abkömmlingen wie dem Evoque über den legendären Allrad-Haudegen Defender bis hinauf zu den elitären Designerhochsitzen Range Rover Velar und Sport sowie dem klassischen Prestigemodell Range Rover. Das Vertriebsnetz wird aktuell zusammengeschrumpft, bei Land Rover sollen die Margen massiv gekürzt werden.

Markenübergreifend gibt es einige Schwachstellen

Bei Gebrauchten sollte man sich nicht von dem im Alter in Relation zu den Neupreisen recht moderaten Preisgefüge blenden lassen. Es gibt reichlich Baukastentechnik und markenübergreifend einige Knackpunkte: Besonders häufig fallen die 2.0-Ingenium-Diesel mit Steuerkettenproblemen, Ölverdünnung, DPF-Problemen und defekten Ausgleichs wellenlagern auf. Der 3.0-V6-Turbodiesel hat häufiger Pleuellager- und Kurbelwellenlagerschäden. Häufig ist auch die Start-Stopp-Automatik gestört. Ölverlust, Defekte am Luftfahrwerk und dem Automatikgetriebe sind durchaus typisch und oft extrem kostspielig.
Wie bei Jaguar macht das Infotainment vielfältige Probleme. Korrosion kann frühzeitig ein Thema sein, besonders, wenn die Fahrzeuge im Gelände genutzt wurden. Hohes Gewicht begünstigt einen schnellen Bremsenverschleiß. Sehr teuer sind Aufenthalte in der Markenwerkstatt außerhalb der Garantie.

Jaguar XE

Neupreise: von 36.450 bis 182.000 Euro • Gebrauchtpreise*: von 15.200 bis 45.370 Euro • Durchschn. Gebrauchtpreis**: 23.440 Euro • Motoren: von 163 bis 600 PS • Motortipp: 250 PS, 9,3 l S/100 km • Rückrufe: 11 • Euro-NCAP-Insassenschutz: 92 % (5 Sterne, 2015).

Stärken

  • Agiles Fahrwerk
  • Individueller Mittelklässler

Schwächen

  • Mäßiges Platzangebot
  • Qualitätsthemen
Jaguar XE S
2015 trat der XE das Erbe des glücklosen X-Type an. Eine ganz große Stärke: das Handling.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Sportlich alternativ versucht sich in der Mittelklasse der XE als britischer Charmeur. 2015 trat er das Erbe des glücklosen X-Type an, gegen die Platzhirsche BMW 3er, Audi A4 und Mercedes C-Klasse. Dabei setzt der XE auf eine schlanke Silhouette ohne Retrodesign. Stattdessen bietet er Alu-Leichtbau und ein dynamisches Fahrwerk. Motorisch reicht die Palette von effizienten Vierzylindern (Ingenium-Diesel: 163–240 PS, aber Steuerkettensorgen, Benziner: 200–300 PS) bis hin zum exklusiven Topmodell mit 600 PS (XE SV Project 8). Später ergänzten Mildhybride das Angebot, was den XE etwas sparsamer, aber nicht weniger agil macht.
Das Handling ist eine der ganz großen Stärken: präzise, agil und mit einem feinen Hauch von Sportlichkeit, besonders in den Allradvarianten. Innen bietet der XE hochwertige Materialien und britisches Design, doch die Verarbeitung und Motorprobleme fallen hinter den deutschen Premium-Anspruch zurück. Fond und Kofferraum sind recht eng, typisch für die sportliche Ausrichtung. Elektronikprobleme, hoher Bremsverschleiß und empfindliche Fahrwerksteile können die Freude trüben, und die Unterhaltskosten sind recht hoch.

Jaguar XF

Neupreise: von 41.460 bis 110.450 Euro • Gebrauchtpreise*: von 11.200 bis 53.290 Euro • Durchschn. Gebrauchtpreis**: 20.995 Euro • Motoren: von 163 bis 550 PS • Motortipp: 340 PS, 11,3 l S/100 km • Rückrufe: 20 • Euro-NCAP-Insassenschutz: 92 % (5 Sterne, 2015).

Stärken

  • Bezahlbare Businessoption
  • Variantenvielfalt

Schwächen

  • Teurer Unterhalt
  • Qualitätsthemen
Jaguar XF Sportbrake 25t
Jaguar XF: Limousine und Kombi sind beide Hingucker in der Businessklasse.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
In der Businessklasse versucht Jaguar es mit einer Extradosis Stil und Charakter. Die zweite Generation (ab 2015) setzt auf Alu-Leichtbau und punktet mit einem Mix aus Sport und Eleganz, der sie auch heute noch recht frisch wirken lässt. Limousine und Kombi (Sportbrake) sind beide Hingucker. Motorisch fährt der XF breit auf: Von effizienten Dieseln ab 163 PS bis hin zum kräftigen XFR-Topmodell mit 550 PS reicht die Range. Späte Mildhybride sind recht effizient, aber das hohe Gewicht bleibt spürbar.
Im Fahrverhalten kreuzt der XF Sportlichkeit und Komfort – was mit adaptivem Fahrwerk recht gut funktioniert. Innen setzt der XF auf luxuriöse Materialien, doch Verarbeitung und Infotainment hinken leider vor allem bei frühen Modellen hinterher. Häufig sind Elektronikprobleme, hoher Bremsverschleiß und deutliche Fahrwerksprobleme. Die Unterhaltskosten sind selbst für ein Premium-Auto hoch. Der XF bleibt als bezahlbarer Exot mit britischem Charme dennoch spannend. Ideal für Fahrer, die mehr Exklusivität als bei Audi A6 oder BMW 5er suchen – aber bereit sind, auf technische Perfektion zu verzichten.

Jaguar F-Type

Neupreise: von 65.400 bis 180.585 Euro • Gebrauchtpreise*: von 34.945 bis 85.500 Euro • Durchschn. Gebrauchtpreis**: 55.888 Euro • Motoren: von 300 bis 575 PS • Motortipp: 550 PS, 12,9 l S/100 km • Rückrufe: 10 • Euro-NCAP-Insassenschutz: keine Daten.

Stärken

  • Elegantes GT-Modell
  • Teils sehr hohe Performance

Schwächen

  • Kritischer V6-Motor
  • Sehr teurer Unterhalt
Jaguar F-Type V6 Coupe AWD S
Den F-Type gibt es als Coupé und Cabriolet. So oder so begeistert er mit seinem zeitlos-eleganten Design.
Bild: Roman Raetzke
Als Erbe der Jaguar-Ikone E-Type ist der 2013 eingeführte F-Type Eleganz und Dynamik verpflichtet. Der edle Sportler begeistert als Coupé und Cabriolet. Stärken sind sein zeitlos-elegantes Design, je nach Motorisierung unverwechselbarer Sound und reichlich Fahrspaß. Für Fans englischer GT-Modelle ist der gebraucht im Vergleich zu Porsche und Co recht günstige F-Type spannend. Motorisch reicht die Bandbreite von Vierzylinder-Turbobenzinern (300 PS) über V6-Kompressormotoren (340–400 PS) bis hin zu V8-Versionen mit bis zu 575 PS im brachialen F-Type R und SVR.
Hinterrad- oder Allradantrieb sorgt je nach Variante für hohe Dynamik oder allwettertaugliche Performance. Die Fahrwerksabstimmung ist sportlich, aber dennoch langstreckentauglich – ein Kompromiss, der nicht immer gelingt. Innen verwöhnt der F-Type mit seiner sportlich-luxuriösen Atmosphäre. Doch das Raumangebot ist begrenzt – vor allem im Cabrio. Schwächen zeigen Elektronik und V6-Motor. Die Ersatzteil- und Wartungskosten sind voll auf Premium-Niveau. Doch mit seiner charismatisch-britischen Note ist der F-Type ein emotionaler Traumwagen – für Genießer, die Macken in Kauf nehmen können.

Jaguar F-Pace

Neupreise: von 43.560 bis 140.719 Euro • Gebrauchtpreise*: von 22.500 bis 58.950 Euro • Durchschn. Gebrauchtpreis**: 39.850 Euro • Motoren: von 163 bis 575 PS • Motortipp: 250 PS, 9,7 l S/100 km • Rückrufe: 14 • Euro-NCAP-Insassenschutz: 93 % (5 Sterne, 2017).

Stärken

  • Elegante Premium-Alternative
  • Auf Wunsch stark und edel

Schwächen

  • Qualitätsdefizite im Detail
  • Teurer Unterhalt
Jaguar F-Pace
Der F-Pace versteht sich als der sportliche Gentleman im Segment der Premium-Mittelklasse-SUV.
Bild: Toni Bader
Als Antwort auf den SUV-Boom in der Premium-Mittelklasse lancierte Jaguar 2016 den F-Pace. Der versteht sich dort als der sportliche Gentleman. Und tatsächlich setzt er optisch ein Statement für Eleganz und Dynamik. 2016 ging das erste SUV von Jaguar an den Start. Das Fahrverhalten ist erfreulich agil, ohne auf Alltagstauglichkeit zu verzichten. Die Antriebspalette umfasst effiziente Vierzylinder-Common-Rail-Diesel (163–240 PS) und -Benziner bis hin zu kraftvollen V6- und V8- Motoren (bis zu 575 PS im F-Pace SVR). Die nachgereichten Plug-in-Hybride (P400e) bieten theoretisch bis zu 53 km elektrische Reichweite und reduzieren den Durst des sonst recht spritfreudigen Briten.
Das Fahrwerk vereint Dynamik und Komfort – besonders in Kombination mit Allradantrieb. Innen überzeugt der F-Pace mit feinen Materialien und ambitioniertem Infotainment (Touch Pro). Frühe Modelle kranken oft an mäßiger Verarbeitungsqualität und Elektronikproblemen. Der großzügige Innen- und Kofferraum (bis zu 650 Liter) macht ihn überraschend praktisch. Wartungs- und Reparaturkosten bleiben auf Premium-Niveau, relativieren die recht moderaten Gebrauchtpreise.

Range Rover Evoque

Neupreise: von 40.300 bis 80.700 Euro • Gebrauchtpreise*: von 14.000 bis 59.950 Euro • Durchschn. Gebrauchtpreis**: 33.893 Euro • Motoren: von 150 bis 300 PS • Motortipp: 200 PS, 11,0 l S/100 km • Rückrufe: 14 • Euro-NCAP-Insassenschutz: 94 % (5 Sterne, 2019).

Stärken

  • Trendiges Format
  • Ungewöhnlich edel

Schwächen

  • Markentypisch teuer
  • Erste Generation recht eng
Range Rover Evoque P200
Seit 2011 ist der Evoque auf dem Markt, und noch immer hat sein Look kaum an Frische verloren.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Als Fashion-Statement ist der Range Rover Evoque kompakter, jünger und modischer als seine großen Brüder. Seit 2011 gibt es ihn, und noch immer hat sein Look kaum an Frische verloren. Die zweite Generation (ab 2019) bietet mehr Platz, Technik und bessere Effizienz, bleibt aber dem Konzept treu. Motorisch reicht die Palette von Vierzylindern (D150-D240 Diesel und P160-P300 Benziner) bis hin zu einem Plug-in-Hybrid (P300e), der theoretisch bis zu 66 km elektrisch schafft.
Allrad macht den Evoque für leichtes Gelände tauglich, doch ein vollwertiger Offroader ist der kompakte Evoque nicht. Sein luxuriöser Innenraum ist hochwertig, aber nicht immer perfekt verarbeitet, bei älteren Modellen können Elektronikprobleme und die knappen Platzverhältnisse im Fond und Kofferraum nerven. Die Unterhaltskosten fallen höher aus als bei ähnlich geschnittenen Konkurrenzmodellen – typisch Range Rover. Doch für stilbewusste Individualisten mit gehobener Finanzkraft ist der Evoque ein Stück fahrbare Mode, der man (fast) alle Schwächen verzeiht. Gesucht und besonders teuer ist das 2016 vorgestellte und nur kurz gebaute Cabriolet.

Land Rover Discovery Sport

Neupreise: von 35.100 bis 75.000 Euro • Gebrauchtpreise*: von 19.425 bis 57.945 Euro • Durchschn. Gebrauchtpreis**: 31.900 Euro • Motoren: von 150 bis 309 PS • Motortipp: 150 PS, 8,1 l D/100 km • Rückrufe: 10 • Euro-NCAP-Insassenschutz: 93 % (5 Sterne, 2014).

Stärken

  • Individuell und bezahlbar
  • Begabt im Gelände

Schwächen

  • Teils Qualitätsmängel
  • Sensibler Diesel
Land Rover Discovery Sport 2.0 TD4
Land Rover Discovery Sport: kompakter und günstiger als der Discovery und robuster als der Evoque.
Bild: Christoph Boerries
Abenteuer und Familie soll der seit 2015 als vielseitiger Allrounder positionierte Land Rover Discovery Sport abdecken: Er ist kompakter und günstiger als der Discovery und robuster als der Evoque. Mit bis zu sieben Sitzen bietet er Flexibilität, bleibt aber gleichzeitig handlich genug für den Großstadt-Alltag. Motorisch bemüht sich der Discovery Sport um ein breites Spektrum: Vierzylinder-Diesel und -Benziner leisten 150 bis 290 PS. Ein Steuersparmodell ist die Plug-in-Hybrid-Option (P300e) mit bis zu 64 km elektrischer Reichweite. Die Ingenium-Motoren punkten mit guter Effizienz, sind aber leider nicht immer kultiviert und haltbar.
Allradantrieb und Terrain-Response-System machen den Discovery Sport deutlich geländetauglicher als viele seiner Mitbewerber. Innen überzeugt der Discovery Sport mit feinem Design und moderner Technik, doch die Materialqualität der ersten Modelle hinkt dem Premium-Image etwas hinterher. Elektronikprobleme sind häufiger Thema. Die Wartungskosten sind typisch für Land Rover: nicht günstig, aber eben noch akzeptabel. Wer Platz, Komfort und eine Prise Abenteuerlust sucht, findet im Discovery Sport einen Begleiter – allerdings mit den üblichen britischen Charakter-Eigenheiten.

Land Rover Defender

Neupreise: von 21.116 bis 149.600 Euro • Gebrauchtpreise*: von 39.995 bis 87.850 Euro • Durchschn. Gebrauchtpreis**: 54.675 Euro • Motoren: von 113 bis 525 PS • Motortipp: 122 PS, 10,7 l D/100 km • Rückrufe: 17 • Euro-NCAP-Insassenschutz: keine Wertung.

Stärken

  • Enorme Offroadtauglichkeit
  • Stark individualisierbar

Schwächen

  • Kaum Fahrkomfort
  • Anachronistisches Konzept
Land Rover Defender Station Wagon 110 Td5
Der Defender ist im Alltag so zuverlässig wie englisches Wetter.
Bild: Aleksander Perkovic
Die Ikone im Markenportfolio von Land Rover will nicht nur gefahren, sondern gelebt werden. Die Anmutung des bis 2016 gebauten Modells schreit "unkaputtbar", doch tatsächlich ist der wahlweise lange oder kurze Defender im Alltag so zuverlässig wie englisches Wetter. Wer normale Komfort- oder Sicherheitsmaßstäbe anlegt, der hat das Konzept nicht verstanden. Mit Schrauberkenntnissen darf man sich über ein unglaublich robust konstruiertes Fahrzeug mit enormer Offroadtauglichkeit freuen.
Individualisierungsmöglichkeiten kennen kaum Grenzen, was sich durch die bunte Auswahl häufig sündhaft teurer Umbauten am Markt ausdrückt. Entscheidend ist ein gesunder Rahmen. Kilometerstände eher nebensächlich. Robust sind die TDI- und TD5-Motoren. Der 2020 eingeführte Nachfolger ist eine komplette Neukonstruktion mit Luxus-SUV-Eigenschaften.

Range Rover Sport

Neupreise: von 55.800 bis 238.985 Euro • Gebrauchtpreise*: von 12.999 bis 125.925 Euro • Durchschn. Gebrauchtpreis**: 49.800 Euro • Motoren: von 211 bis 636 PS • Motortipp: 300 PS, 9,1 l D/100 km • Rückrufe: 28 • Euro-NCAP-Insassenschutz: keine Wertung.

Stärken

  • Alternative zum Mainstream
  • Verblüffende Dynamik

Schwächen

  • Im Alter oft mit Wartungsstau
  • Sehr kostspielig
Land Rover Range Rover Sport P400e
Die zweite Generation des Range Rover Sport bringt dank Aluminium-Leichtbau mehr Dynamik, bleibt aber massiv.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Abenteuer im Smoking verspricht dieses Oberklasse-SUV. Doch die feine Hülle hat Tücken. Ab 2013 bringt die zweite Generation dank Aluminium-Leichtbau mehr Dynamik, bleibt aber massiv und durstig. Während V6-Diesel relativ wirtschaftlich arbeiten, sind die V8-Benziner reine Spaßmaschinen – allerdings mit dem Spritdurst eines Privatjets. Die Plug-in-Hybride versprechen Effizienz durch Hightech, doch ihre praktische elektrische Reichweite enttäuscht oft.
Innen bietet der Sport luxuriösen Komfort, seine Elektronikprobleme und eine anfällige Luftfederung mindern die Freude. Der Verschleiß an Bremsen und Reifen ist hoch, die Werkstattrechnungen sind noch höher. Dennoch: Im Gelände bleibt der Sport stark, und sein Image strahlt weiter. Er ist ein SUV für Individualisten – wenn man Kompromisse und hohe Kosten nicht scheut.

Range Rover

Neupreise: von 93.810 bis 260.400 Euro • Gebrauchtpreise*: von 21.700 bis 184.865 Euro • Durchschn. Gebrauchtpreis**: 64.129 Euro • Motoren: von 258 bis 615 PS • Motortipp: 510 PS, 16,0 l S/100 km Rückrufe 51 • Euro-NCAP-Insassenschutz: 91 % (5 Sterne, 2012).

Stärken

  • Top bei Luxus und Prestige
  • Hohe Geländekompetenz

Schwächen

  • Extrem kostspielig
  • Mäßige Zuverlässigkeit
Range Rover SV Autobiography
Der Range Rover ist ein Statussymbol auf Rädern. Das Topmodell SV Autobiography macht gar Chauffeur-Limousinen Konkurrenz.
Bild: Roman Raetzke
Krönung der Schöpfung ist der klassische, große Range Rover. Er ist ein Statussymbol auf Rädern. Mit Aluminium-Leichtbau und geglätteten Kanten brachte die vierte Generation neuen Schwung, blieb jedoch gigantisch: über fünf Meter Länge und je nach Radstand (Standard oder Long Wheelbase) noch mehr Raum für Passagiere und Gepäck. Das Topmodell namens SV Autobiography fährt in einer eigenen Liga, macht Chauffeur-Limousinen Konkurrenz.

Bildergalerie

Jaguar XE S
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Galerie "Gebrauchte Jaguar- und Land Rover-Modelle im Check" mit 27 Bildern öffnen
Gebrauchte Jaguar- und Land Rover-Modelle im Check
Unter der Haube bietet der Range mit seinen V6-Dieseln (258–300 PS) Alltagstauglichkeit, während V8-Motoren (339 PS Diesel, bis 615 PS Benziner) puren Luxus versprechen. Der Plug-in-Hybrid (P400e) ist eher ein elektrisches Feigenblatt. Er schafft bis zu 40 km, was wohl aber kaum kaufentscheidend ist. Reparaturen können königlich teuer werden: Elektronikprobleme, Luftfederungsausfälle und Bremsenverschleiß sind typisch. Auch der Unterhalt ist leider die Krönung.
* Quelle: AUTO BILD-Gebrauchtwagen-Börse; ** Medianpreis