20 PS mehr Leistung, größere Räder und eine starke Bremse sollen dem JE Design Ateca 2.0 TDI 4Drive zu mehr Sportlichkeit verhelfen.
Guido Komp
Chic, handlich und bezahlbar: Mit dem Ateca hat die spanische Volkswagen-Tochter Seat bei der boomenden SUV-Kundschaft voll ins Schwarze getroffen. JE Design sorgt nun rechtzeitig für einen Hauch mehr Individualität und einen Extraschuss Performance.
Die fetten 20-Zöller kosten Beschleunigungspotential
Schade: Wegen der großen Räder kann der JE Design-Ateca sein Potential nicht ausschöpfen.
Bild: Tobias Kempe
• Längsdynamik: 20 Mehr-PS und 50 Extra-Newtonmeter erdieselt sich der TDI per Zusatzelektronikbox. Die 20-Zöller verleiden dem JE in unserem Test jedoch bessere Messwerte: Mit 7,6 Sekunden auf 100 km/h (Werk: 7,5 s) bleibt er hinter den Erwartungen zurück. Auf 17-Zoll-Serienbereifung gibt der Tuner 6,6 Sekunden für den Sprint an. Der drehmomentstarke Antritt zwischen 2000 und 4000 Touren gefällt uns dafür umso besser. Erst beim Ausdrehen wird der Diesel zäh und animiert so zu frühem Hochschalten. Bis zum Erreichen der angegebenen Höchstgeschwindigkeit von 219 km/h braucht es Geduld. Die guten Bremswerte verdankt das SUV den Brembo-Stoppern des Seat Leon Cupra Performance an der Vorderachse. Wer viel auf der Autobahn unterwegs ist, wird diese Reserven schnell zu schätzen wissen.
Serie: Das Fahrwerk bleibt vom Tuning unberührt, es verkraftet die Mehrleistung auch ganz locker.
Bild: Tobias Kempe
• Querdynamik: Das Serienfahrwerk nimmt die Umrüstung auf den großen Radsatz gelassen: Angenehm straff gefedert, lässt sich der Ateca sicher durch Kurven scheuchen, liegt gut beherrschbar in der Hand, bis das ESP den Anker wirft. • Emotion: Der Dachspoiler und die schwarzen "Sidewings" für die Heckklappe schmücken dezent. Dazu passt der Sportschalldämpfer mit ovalen Endrohren. • Alltag: Der Testverbrauch von 7,8 Liter pro 100 km liegt mit einem halben Liter über der Serie an der Schmerzgrenze für einen Zweiliter- Diesel. • Preis/Leistung: Die Preise für das Optik-Tuning und den Radsatz sind günstig. Wer noch mal einen Tausender drauflegen mag, dem stellt JE Design den Ateca sogar auf 21-Zoll-Räder.
Fazit
von
Guido Komp
Schade, dass der JE Design Ateca seine Mehrleistung im Test nicht unter Beweis stellen konnte. Die großen Räder erhöhen dafür das querdynamische Potenzial des SUV spürbar und geben der starken Bremse ordentlich Fleisch zum Zubeißen. Für Schnellfahrer eine Empfehlung. Alle anderen dürften auf kleineren Rädern besser durch den Alltag fahren.