Kampf dem Sekundenschlaf
Aufrüttelnder Erfolg

Rüttelstreifen am Fahrbahnrand sollen Autofahrer, die durch Übermüdung die Lenkung verreißen, aufschrecken. Mit einem Großversuch auf der A24 wurde über drei Jahre getestet, ob sich die Einrichtung lohnt. Das Ergebnis war verblüffend.
Auf der A24 zwischen Hamburg und Berlin können Autofahrer bereits ein Liedchen von ihm singen: vom Rüttelstreifen, der über 35 Kilometer hinter der Seitenlinie verläuft. Zumeist macht man mit ihm Bekanntschaft, wenn man sich aus Unaufmerksamkeit versteuert hat, dann klingt das unangenehme, rhythmische Dröhnen im Ohr ein bisschen wie das schlechte Fahrlehrer-Gewissen. Wie vielen der Rüttelstreifen schon das Leben rettete, nachdem sie im Sekundenschlaf versanken und über die Fahrbahnbegrenzung hinauszogen – die Bundesanstalt für das Straßenwesen (BASt) kann das auch nur schätzen. Von 2000 bis 2006 wurde das Unfallgeschehen entlang der Teststrecke analysiert, davon seit 2003 mit Rüttelstreifen. Das Ergebnis begeistert: Die kleinen Quadrate, 13 Millimeter tief in den Asphalt gefräst, verhinderten rund 43 Prozent aller Unfälle, die durch Abkommen von der Fahrbahn verursacht werden. Unfälle mit Getöteten und Schwerverletzten gingen im Vergleichszeitraum um 15 Prozent zurück.
"Vielfaches an Nutzen"

Bild: BASt
Die Einkerbungen sind auch in einem Vierzigtonner gut wahrnehmbar

Bild: BASt
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