Kaufpreise für Neufahrzeuge erreichen neue Höhen
Studie zeigt: Preise für Neuwagen steigen stark an

– Wer sich für einen Neuwagen interessiert, der muss laut einer neuen Studie aktuell tiefer in die Tasche greifen. Diese Antriebsart ist besonders betroffen!
Bild: KI generiert
Die Kosten für einen Neuwagen sind zuletzt deutlich teurer geworden. Die durchschnittlichen Transaktionspreise für die 20 beliebtesten Verbrenner-Modelle haben seit April 2024 kräftig angezogen, wie eine Auswertung des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer ergab. Auch Elektroautos legten zu, allerdings deutlich langsamer, wodurch der Preisabstand zwischen den beiden Antriebsarten geschrumpft ist.
Zehn Prozent Preissteigerung in fünf Monaten
Für September 2024 stellte Dudenhöffer bei den 20 wichtigsten Verbrennern im Schnitt Transaktionspreise von rund 33.000 Euro fest. Das waren gut zehn Prozent mehr als noch im April. Bei den wichtigsten Elektroautos verlief der Anstieg deutlich langsamer. Hier ging es um gut vier Prozent auf 40.500 Euro nach oben. Die Werte müssen zwar mit einer gewissen Vorsicht interpretiert werden, weil sie ohne Gewichtung der Absatzzahlen der einzelnen Modelle errechnet wurden, sie geben aber dennoch einen guten Blick auf die Entwicklung des Marktes.
Listenpreise für Neuwagen ziehen an
Veränderungen in den Rabatten sind dabei nicht entscheidend für die Verteuerung der Verbrenner. Das von Dudenhöffer erhobene Rabattniveau ist seit April 2024 nur um 0,7 Prozentpunkte gesunken. Bei reinen Elektroautos ist das Rabattniveau um 0,3 Prozentpunkte gestiegen. Dem Experten zufolge sei insbesondere ein Anstieg der Listenpreise – vor allem bei den Verbrennern – für die aktuelle Entwicklung der Transaktionspreise verantwortlich.
E-Autos und Verbrenner rücken näher
Die unterschiedlichen Entwicklungen lassen auch den Preisabstand zwischen E-Autos und Verbrennern schrumpfen. Lag er im April 2024 laut Dudenhöffers Berechnungen noch bei 30 Prozent, waren es zuletzt nur noch 23 Prozent. Der Branchenexperte geht zudem davon aus, dass der Abstand noch weiter schrumpfen wird.
"Es scheint sich eine Strategie durchzusetzen, durch höhere Preissteigerungen bei den Verbrennern langsam den Preisunterschied zu verringern", schreibt er in seiner Studie. "Also keine höheren Rabatte auf Elektroautos, sondern höhere Listenpreise für Verbrenner." Ob sich das im Markt durchsetzen lasse, werde sich in den kommenden Monaten zeigen. (Mit Material der dpa)
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