Für junge Autofahrer ist die Kfz-Versicherung besonders teuer, das ist bekannt. Fahranfänger steigen bei der Autoversicherung mit einer ungünstigen Schadenfreiheitsklasse ein, das treibt die Tarife in die Höhe. Was viele Versicherte nicht wissen: Schon das Fahreralter allein wirkt sich auf die Höhe der Prämie aus – unabhängig von der Schadenfreiheitsklasse. Der Grund: Junge Fahrer, die gerade erst den Führerschein besitzen, verursachen im Vergleich zu erfahrenen Fahrern deutlich mehr Unfälle und werden von den Autoversicherern deswegen mit einem Alters-Malus belegt. In einer Modellberechnung des Vergleichsportals transparo zahlte ein 18-Jähriger für verschiedene Fahrzeugtypen im Schnitt 234 Prozent der Prämie eines 40-Jährigen (siehe Tabelle unten). Für die Experten von transparo ist das nicht Ungewöhnliches – solche Zuschläge für Junge gebe es schon lange. Neu ist dagegen, dass in den vergangenen Jahren immer mehr auch Senioren tiefer in die Tasche greifen müssen. So zahlt ein 70-Jähriger etwa 137 Prozent im Vergleich zum 40-jährigen Fahrer, bei einem 75-Jährigen sind es schon 165 Prozent.
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In der Berechnung von transparo wurde ausschließlich untersucht, wie das Alter die Kfz-Prämie beeinflusst. In der Praxis haben die Älteren, solange sie unfallfrei fahren, eine günstigere Schadenfreiheitsklasse. Das federt den Anstieg der Prämie teilweise ab. Fahranfänger trifft es dagegen doppelt schwer. Sie zahlen nicht nur wegen ihrer Altersgruppe drauf, sondern starten zusätzlich noch mit den teuren Schadenfreiheitsklassen. Dann verlangt der Versicherer mit dem höchsten Alterszuschlag für einen Fahranfänger fast das Zwölffache eines 40-Jährigen, der junge Fahrer muss so etwa 3.038 Euro statt nur 258 Euro berappen. Die Empfehlung der Versicherungsexperten: Gerade für junge Fahrer und Senioren kann sich der jährliche Versicherungsvergleich lohnen. Die Alterszuschläge sind von Versicherer zu Versicherer sehr verschieden. Ein Anbieter, der für einen 18-Jährigen günstig war, muss es für einen 20-Jährigen längst nicht mehr sein. Wer einmal im Jahr die Tarife vergleicht und gegebenenfalls den Anbieter wechselt, kann mitunter viel Geld sparen.