Kfz-Versicherung: Schutzbrief

Kfz-Versicherung: Schutzbrief

Was leistet ein Kfz-Schutzbrief?

Bei einer Panne oder einem Unfall bekommt man nicht nur Hilfe von den Automobilklubs. Die meisten Kfz-Versicherer bieten eigene Schutzbriefe an.
Mit Haftpflicht-, Teil- und Vollkaskoversicherung lassen sich fast alle Schäden absichern, die am eigenen Auto entstehen oder die man mit dem Wagen verursacht. Was aber, wenn das Fahrzeug eine Panne hat? Die Versicherung ist dafür nicht zuständig, doch fast alle Assekuranzen bieten in ihren Verträgen einen sogenannten Kfz-Schutzbrief an. Der hilft einem im Pannenfall weiter – ähnlich wie die Mitgliedschaft in einem Automobilklub. 

Was kostet ein Schutzbrief, wann gilt er?

Als Ergänzung zur Kfz-Haftpflichtversicherung fallen für einen Schutzbrief häufig nur geringe Gebühren von rund zehn bis 15 Euro im Jahr an. Anders als bei den meisten Automobilklubs, in denen man als Person versichert ist, bezieht sich der Schutzbrief einer Versicherung immer auf das Fahrzeug. Wer mehr Autos hat, muss also für jeden Wagen einen eigenen Schutzbrief abschließen. Mit eingeschlossen sind aber auch alle anderen berechtigen Fahrer des Autos. Ob der Schutzbrief nur im Inland oder auch im Ausland gilt, hängt von der Versicherung ab und sollte vor dem Abschluss überprüft werden. Die meisten Schutzbriefe sind allerdings zumindest EU-weit gültig. Achtung: Einige Anbieter haben zusätzliche Ausschlusskriterien. Manche Leistungen eines Schutzbriefs gelten häufig erst ab einer gewissen Entfernung vom Heimatort.

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Was leistet der Schutzbrief?

Die wichtigste Leistung eines Schutzbriefs ist Pannenhilfe vor Ort, die in der Regel bis zu einem gewissen Betrag übernommen wird. Alternativ kommt der Schutzbrief bis zu einer bestimmten Höhe auch für die Abschleppkosten in die nächste Werkstatt auf. Auch das Bergen eines verunglückten Fahrzeugs ist in den meisten Schutzbriefen inbegriffen – und zwar unabhängig von den Kosten. Ist der Wagen nach einer Panne oder einem Unfall nicht ohne Weiteres zu reparieren, kommt der Schutzbrief-Anbieter üblicherweise für die Weiterreise per Bahn, Mietwagen oder Flugzeug (je nach Entfernung und Aufwand) auf und bringt Sie später auch zu ihrem Fahrzeug zurück. Alternativ wird ein Rücktransport des Wagens organisiert. Das sind typische Leistungen, die erst ab einer bestimmten Entfernung von ihrem Zuhause erbracht werden. Häufig gelten dabei 50 Kilometer als Grenze.
Je nach Versicherung können noch zahlreiche weitere Leistungen dazukommen, unter anderem die Übernahme von Übernachtungskosten, der Versand von Ersatzteilen oder Zweitschlüsseln ins Ausland, das Stellen eines Ersatzfahrers, wenn man selbst erkrankt und den Wagen nicht mehr fahren kann, der Rücktransport von kranken Passagieren oder das Stellen eines Ersatzfahrzeugs bei Fahrzeugdiebstahl. Auch Dienstleistungen wie eine Rechtsberatung oder ein Dolmetscher-Service bei Pannen und Unfällen im Ausland sind häufig inbegriffen.
Wie so oft bei Versicherungsthemen gilt auch bei den Schutzbriefen: Es gibt keine einheitlichen Leistungen, und vor dem Vertragsabschluss sollte man sich die jeweiligen Bedingungen genau ansehen. Wichtig: Kein Schutzbrief übernimmt, abgesehen von kleinen Instandsetzungen vor Ort, die Kosten einer Reparatur nach einer Panne oder einem Unfall!

Autor: Michael Gebhardt

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