KGM Torres Hybrid: Test
KGM Torres Hybrid: Spritknauser im Raubein-Look

Doppelherz aus Asien: Der Torres Hybrid ist Variante drei des koreanischen Familien-SUV von KGM. AUTO BILD macht den Test.
Bild: KG Mobility
Zwei Dinge beim KGM Torres leicht auf eine falsche Fährte: erstens die Drei-Buchstaben-Marke, die nicht etwa in China, sondern in Südkorea beheimatet ist und bis zur Übernahme durch den Chemie- und Stahl-Konzern KG Group SsangYong hieß.
Zweitens die Optik, die schwer nach Land Cruiser und Co aussieht. In Wahrheit handelt es sich aber um ein Familien-SUV der 4,70-Meter-Klasse, das mit knapper 18-Zentimeter-Bodenfreiheit und – im Falle der neuen Hybridversion – fehlender Allrad-Option nicht auf eine Offroad-Kundschaft zielt.
Antriebsduo aus China
Nach dem Turbobenziner und dem vollelektrischen Torres EVX ist der Vollhybrid die dritte Variante dieses SUV-Modells. Beim Benziner-Teil des Antriebs handelt es sich um einen weitgehend neu entwickelten 1,5-Liter-Vierzylinder mit VGT-Lader (variable Einlassgeometrie), hoher Verdichtung und 150 PS, assistiert von einem 177 PS starken E-Motor am Automatikgetriebe.

Hybrid-Antrieb von BYD: Ein 1,5 Liter großer Vierzylinder und ein E-Motor am Getriebe mobilisieren zusammen 204 PS Systemleistung.
Bild: KG Mobility
Der Elektromotor stemmt auch mehr Drehmoment (300 Nm) auf die vorderen Antriebswellen als der Benziner (220 Nm). Den Antriebsstrang haben die Koreaner bei BYD aus China eingekauft, ebenso wie die kleine 1,83-kWh-Pufferbatterie. Der Hersteller verspricht, dass man bis zu 100 km/h rein elektrisch fahren könne. Das mag bei sehr zartem Gasfuß möglich sein, bei uns schaltete sich der Benziner ab etwa 80 km/h meist doch zu, auf ebener Strecke.
Hybrid arbeitet tadellos
Das aber verblasst vor dem Eindruck der Geschliffenheit dieses Hybridsystems: Der Wechsel zwischen den Betriebszuständen ist flüssig und fein verschliffen – man muss schon auf die Fahrzustands-Animation im Fahrerdisplay schauen, um zu wissen, was der Antrieb gerade macht. Zudem wirkt der Hybridantrieb kein bisschen jaulig wie früher üblich. Ein Nachteil der Hybridversion ist die auf 1300 kg reduzierte Anhängelast. Zum Vergleich: Der Allrad-Benziner zieht bis zu 1800 kg.

Schön zu fahren: Vom Wechsel zwischen den Antriebsarten bekommt der Fahrer wenig mit.
Bild: KG Mobility
Die Garantie auf den Akku beträgt sieben Jahre oder 150.000 km, die auf die restliche Technik fünf Jahre oder 100.000 km. Ob der Minderverbrauch der Hybridversion tatsächlich so signifikant ausfällt wie die Normverbräuche nahelegen (2WD Automatik: 8,5 l S/100 km, Hybrid 6,1 l S/100 km), müssen wir noch in unserer standardisierten Einzeltest-Verbrauchsfahrt prüfen.
Preisliste beginnt bei knapp 33.000 Euro
Wenn der Abstand in der Realität bestehen bleibt, wäre der Hybrid-Mehrpreis von 1800 Euro in den höherwertigen Versionen Forest und Lux nach 45.000 Kilometern herausgefahren, den Spritpreis (1,70 Euro) zum Zeitpunkt unserer Testfahrt im Herbst 2025 zugrunde gelegt.

Zur Markteinführung ist das Basismodell Essential ab 32.990 Euro zu haben. Der getestete Torres Hybrid kostete 39.390 Euro.
Bild: KG Mobility
Die Preisgestaltung bei KGM birgt hier eine Ungereimtheit: Bei der Grundversion Bliss liegt der Hybridaufpreis bei 4000 Euro – hier dauert's entsprechend länger. Nur zur Markteinführung ist die Version Essential für 32.990 Euro erhältlich, mit Kunstledersitzen.
Fahrzeugdaten
Modell | KGM Torres Hybrid |
|---|---|
Motor | Vierzylinder mit VGT-Turbo, vorn quer + E-Motor am Getriebe |
Hubraum | 1498 cm³ |
Systemleistung | 150 kW (204 PS) |
max. Drehmoment | 220 Nm (Benziner) + 300 Nm (E-Motor) |
Antrieb | Front |
Länge/Breite/Höhe | 4705/1890/1720 mm |
Leergewicht/Zuladung | 1670/580 kg |
Wendekreis | 10,9 m |
Anhängelast | 1300 kg |
Vmax | 180 km/h |
Verbrauch | 6,1 l S/100 km (WLTP) |
Abgas CO2 | 139 g/km (WLTP) |
Preis | 39.390 Euro |
Diese Reise wurde unterstützt von KGM. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie unter go2.as/unabhaengigkeit.
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