(dpa/cj) Derzeit wohnt er in Neuseeland und kämpft gegen die Auslieferung an die USA, die ihm wegen seiner Tauschplattform Megaupload Copyright-Verletzungen vorwerfen. Nun droht dem Internet-Unternehmer Kim "Dotcom" Schmitz laut einem Zeitungsbericht zumindest eine Abschiebung nach Deutschland oder Finnland – in die Länder, deren Staatsbürgerschaft er besitzt. Hintergrund sei eine Verurteilung wegen Raserei, die Dotcom beim Antrag auf Aufenthaltsrecht 2010 unterschlug, berichtete der "New Zealand Herald" am Donnerstag (16. April 2015).Dotcom war nach Informationen der Zeitung 2009 wegen Raserei in der Nähe von Auckland erwischt und verurteilt worden. Er soll 149 Kilometer in der Stunde in einer Zone mit Tempo 50 gefahren sein. Wenige Monate später habe er die Frage nach Verurteilungen in den vorangegangenen fünf Jahren verneint. Dotcom müsse sich bis zum 4. Mai 2015 dazu äußern, danach werde über eine etwaige Abschiebung entschieden, zitierte die Zeitung eine Managerin der Einwanderungsbehörde.Dotcom kommentierte den Zeitungsbericht auf Twitter sarkastisch: "Lieber Herr Dotcom, sie haben zwei Möglichkeiten: Auslieferung oder Abschiebung. Freundliche Grüße, die Regierung von Neuseeland", schrieb er. In den vergangenen Jahren hatte Dotcom unter anderem mit automobilen Grüßen per Twitter und der zwischenzeitlichen Beschlagnahmung seines Fuhrparks für Schlagzeilen gesorgt.

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