Wenn Deutschland um einen Kompromiss ringt, kommt oft wenig Visionäres raus. Doch wir sind nicht in Berlin, sondern testen Wohnmobile, diesmal im Pfälzer Wald und in den Vogesen: Und hier beweist sich, dass in der Mitte eben längst nicht alles gleich ist. So ähneln sich zwar Knaus und Malibu beim Grundriss, doch der Testwagen von Hobby geht das Thema völlig anders an. Für die Käufer ist das ein Glück: Sie können wählen. Denn so populär die Klasse der Teilintegrierten ist, so unterschiedlich wirken die Konzepte im Reise-Alltag. Da herrscht nicht das Diktat der Gleichmacherei, auch wenn unser Test-Trio auf den Fotos zunächst nur Unterschiede im Detail zeigt.
Überblick: Alles zum Thema Wohnmobile

Jedes Wohnmobil hat sein individuelles Profil

Knaus Live TI 650 MEG, Hobby Optima P T65 HFL, Malibu T430
Drei Marken, drei Philosophien: Ihr Außendesign ähnelt sich, doch darunter stecken drei völlig unterschiedliche Wohnmobile.
Das liegt auch daran, dass Knaus, Hobby und Malibu den Fiat Ducato als Basis wählen – mit allen Vor- und Nachteilen. Doch unter der Haube gibt es weniger Einigkeit, als es von außen scheint. So schickt Knaus die 150-PS-Variante ins Rennen, Malibu und Hobby treten mit 130 PS an. Das ist ein erheblicher Unterschied, wie unser Test beweist. Beim Aufbau gibt es weitere Unterschiede: So gönnt Hobby seinem Modell mit dem schwelgerischen Namen Optima Premium T65 HFL gut vier Meter Radstand, seine beiden Konkurrenten begnügen sich mit 3,80 Metern. Dabei liegen sie außen gleichauf – knapp unter sieben Meter messen sie in der Länge. Das zeigt zum einen, dass die richtige Wahl gar nicht einfach ist. Doch zum anderen heißt es auch, dass jedes der drei Mobile sein individuelles Profil besitzt. Und welches fordert die wenigsten Kompromisse? Fahren wir mal. Die Ergebnisse gibt's in der Bildergalerie.