Um die Mobilitätswende hin zur vollelektrischen Fortbewegung voranzutreiben, bedarf es deutlich mehr öffentlicher Auflademöglichkeiten für Elektroautos. Wo allerdings soll man all die Ladesäulen hinstellen, ohne damit Parkplätze und Straßenränder zuzupflastern?
Dieser Frage haben sich die Rheinenergie-Mobilitätstochter TankE und der Technologiekonzern Rheinmetall angenommen und eine neue Art von Ladepunkt entwickelt: den Ladebordstein. Der Name ist Programm, denn tatsächlich ist es den Unternehmen gelungen, die für das Aufladen eines Elektroautos nötigen Anschlüsse direkt in vorhandene Bordsteine zu integrieren.
Im Rahmen eines Pilotprojekts testen die Firmen das Konzept ab sofort an zwei Standorten in der Stadt Köln. Je zwei Ladebordsteine finden Sie laut offizieller Pressemeldung ab sofort auf der Dürener Straße sowie in der Klosterstraße, beide gelegen im Stadtteil Lindenthal.
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Ziel des Testballons ist es demnach, die Akzeptanz sowie die städtebaulichen und gestalterischen Vorteile dieses Ansatzes auszuwerten. Wie gut die neuen Ladepunkte bei Nutzerinnen und Nutzern ankommen, dürfte nicht zuletzt von deren Alter und körperlicher Verfassung abhängen. Wer es in Knien oder Hüfte hat, der dürfte weniger begeistert davon sein, mit Klappen und Anschlüssen im Bordstein zu hantieren. Davon einmal abgesehen, könnten die unauffälligen Steckdosen aber eine Menge Vorteile bringen.

Ladebordsteine benötigen kaum Platz

So gibt die Stadt Köln etwa an, dass sich der Ladebordstein bis auf den Anschlusskasten vollständig in der bereits vorhandenen Infrastruktur des öffentlichen Straßenraumes einsetzen lasse. Das sei etwa wichtig, wenn es darum gehe, vorgeschriebene Gehwegbreiten, freie Sichtachsen oder Denkmalschutz einzuhalten.
Die Bordsteinsteckdose ist laut Ascan Egerer, Beigeordneter für Mobilität der Stadt Köln, im direkten Vergleich zur klassischen Ladesäule deutlich unkomplizierter ins Stadtbild zu integrieren. Auch Ladebordstein-Entwickler Rheinmetall sieht den größten Vorteil der eigenen Erfindung darin, dass durch diese kein zusätzlicher Platzbedarf im ohnehin engen Straßenraum entstehe.
Die Stadt Köln betrachtet sich selbst als Vorreiter im Bereich innovativer Ladelösungen. So betreibt die Metropole etwa seit einigen Jahren induktive Ladestellen für Taxen am Hauptbahnhof. Hier können Taxifahrerinnen und -fahrer ihre E-Autos während der Wartezeit nachladen, ohne ein Ladekabel einstecken zu müssen. Den neuen Ladebordstein sieht die Stadt als Möglichkeit, das Tempo beim Ausbau der Elektromobilität kräftig anzuziehen. Diese Art von Ladepunkt sei günstiger als die klassische Ladesäule und die Stadt müsse dafür nicht erst gesonderte Flächen schaffen.