Kommentar zum Autogipfel
Heute wird verhandelt, wie wir morgen fahren

Heute trifft sich die Bundesregierung mit der Autoindustrie. Es geht um nichts weniger als die Frage, wie wir in Zukunft fahren. Ein Kommentar von AUTO BILD-Chefredakteur Robin Hornig.
Bild: AUTO BILD
Für die Autoindustrie ist der heutige Gipfel entscheidend. Die Hersteller entwickeln jetzt die Modelle, die in zehn Jahren auf der Straße stehen sollen. Wenn die Politik weiter schwankt, ob neue Verbrenner ab 2035 wirklich Geschichte sind oder nicht, gefährdet sie Milliardeninvestitionen und Jobs.
Die Autobauer brauchen Planungssicherheit, keine Machtspiele, keine Richtungswechsel zwischen Brüssel und Berlin. Es geht längst nicht mehr um Ideologie, sondern um industrielle Realität: Produktionslinien, Lieferketten, Arbeitsplätze.
Heute könnte sich die Bundesregierung wenigstens auf eine gemeinsame Linie einigen: Technologieoffenheit ja, aber mit klaren Zielen für Klimaschutz und Standort. Doch egal, was im Kanzleramt beschlossen wird: Ohne Rückendeckung der EU bleibt es ein deutsches Wunschkonzert.
Und die entscheidende Verhandlung darüber steht wohl erst Ende des Jahres in Brüssel an.
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