Volvo startet ab sofort in Schweden ein Gemeinschaftsunternehmen zur Entwicklung neuer Technologien für Hybridfahrzeuge. An dem Projekt beteiligen sich außerdem der Energieversorger Vattenfall, Autobauer Saab, der Batterie- und Brennstoffzellen-Hersteller ETC sowie die schwedische Regierung. Den neu entwickelten Technologieträgern soll Schweden zugleich als Testregion dienen. "Es ist für uns eine einzigartige Möglichkeit, eine Führungsrolle bei der Entwicklung umweltschonender Fahrzeuge einzunehmen", erklärt Volvo-Vorstand Fredrik Arp. Ziel des Gemeinschaftsprojekts sind Entwicklung und Testbetrieb der nächsten Generation von Hybrid-Fahrzeugen. Dazu soll zunächst eine Flotte von zehn Fahrzeugen mit Elektroantrieb produziert werden, deren Akkus direkt über die Steckdose aufgeladen werden können. Für die Plug-in-Technologie will Volvo in den kommenden fünf Jahren 1,1 Milliarden Euro investieren.
Mittelfristig will das Unternehmen Hybrid-Modelle präsentieren, bei denen der Elektroantrieb mit einem Verbrennungsmotor kombiniert wird. In einem weiteren Entwicklungsschritt sollen dann reine Elektroantriebe folgen. Ein Beispiel dafür lieferte das Konzeptfahrzeug Volvo C30 ReCharge-Concept, das 2007 erstmals auf der IAA vorgestellt wurde. "Innerhalb der nächsten zehn Jahre wird es auf jeden Fall deutlich mehr Fahrzeuge mit Elektroantrieb auf unseren Straßen geben", sagt Arp. Zusätzlich sollen die aktuellen Benzin- und Dieselmotoren weiter optimiert werden. Noch in diesem Jahr kommen die ersten Volvo-Modelle mit einem Kohlendioxid-Ausstoß von weniger als 120 Gramm pro Kilometer auf den Markt. Auch an den Flexi-Fuel-Antrieben mit Bio-Ethanol als Kraftstoff halten die Schweden fest.