Ladestation: QR-Code-Ärger
Worauf E-Autofahrer jetzt achten müssen

Bild: iStock.com/Koonsiri Boonnak
- Mats Pache
In mehreren europäischen Ländern kursiert derzeit eine neue Betrugsmasche an öffentlichen Ladesäulen. Unbekannte nutzen gefälschte QR-Codes, um an Kreditkarten-Daten von ahnungslosen E-Autofahrern zu gelangen. Die echten Codes werden dabei einfach überklebt, wodurch auf den ersten Blick kein Verdacht entsteht, dass es sich dabei um eine Nachahmung handeln könnte. Wer den Quick Response Code mit seinem Smartphone abscannt, wird auf eine Kopie der eigentlichen Anbieter-Website geführt, die die Eingabe der Kreditkarten-Daten einfordert.
Vorsicht vor Quishing
Dieser Masche wird als "Quishing" bezeichnet – ein Kofferwort, das sich aus der Verschmelzung der beiden Begriffe "QR" (Quick Response) und "Phishing" ergibt. Opfer berichten von Konto-Abbuchungen in Höhe von mehreren Hundert Euro. Um Schlimmeres zu verhindern, sollte umgehend die entsprechende Karte gesperrt werden.
Laut eines Medienberichts sind bereits Fälle aus Deutschland, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Spanien und Italien bekannt. Es handelt sich also um eine internationale Bedrohung für E-Autofahrer. Mitschuld an dem Problem tragen dem Bericht zufolge auch die Ladesäulen-Betreiber. Denn anstelle der Nutzung sicherer Methoden – etwa der Darstellung eines QR-Codes auf einem Display oder dem direkten Bezahlen per Kreditkarte – kleben sie ihre Verknüpfungen außen an das Gehäuse der Ladesäule.
So verhindern Sie den Bankdaten-Klau
Gerade für unerfahrene E-Autofahrer kann das ein gesteigertes Risiko mit sich bringen, denn sie kennen oftmals das Design der echten QR-Codes der verschiedenen Anbieter noch nicht so gut. Einen Hoffnungsschimmer gibt es allerdings: Viele der falschen Aufkleber sind eher von minderer Qualität und lassen sich recht einfach mit dem Fingernagel ablösen. Zudem sollte vor der Eingabe von Bankdaten die Web-Adresse kontrolliert werden, denn die kann Hinweise darauf geben, ob es sich um eine authentische oder nachgeahmte Seite handelt. Alternativ sollten E-Autofahrer versuchen, ihre Ladung entweder per offizieller Anbieter-App oder per physischer Eingabe am Terminal – sofern vorhanden – zu bezahlen.
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