Lamborghini Avantador aus dem 3-D-Drucker

Lamborghini Aventador: 3-D-Drucker

Ein Lambo (fast) aus dem 3-D-Drucker

Ein Physiker aus den USA baut einen Lamborghini Aventador mithilfe eines 3-D-Druckers! Allerdings hat der extravagante Supersportler einen Makel beim Motor.
Es fehlt das nötige Kleingeld für einen Lambo? Warum nicht einen drucken? Gut, ganz so einfach ist es dann doch nicht. Aber Sterling Backus, ein pfiffiger Physiker aus dem US-Bundesstaat Colorado, schreckte das nicht ab. Als ihn sein Sohn beim Videogaming mit dem Spiel Forza Horizon 3 fragte, ob er nicht einen bauen könne, schritt er zur Tat. Er bestellte bei Amazon einen 3-D-Drucker, schaut einige Videos in der "Youtube University" und machte sich in seiner Hinterhofgarage an die Fertigung eines Lamborghini Aventador (Neupreis ab 335.000 Euro). Das Budget: 20.000 US-Dollar (knapp 18.000 Euro).

Gebrauchte Einzelteile auch von Lamborghini

Das Fahrgestell des 3-D-Lambos als tragende Säule besteht aus einem selbstgebauten Stahlrahmen.

Backus fertigte nicht alle Teile des Eigenbau-Lambo (Projektname: AXAS Interceptor) im 3-D-Drucker an, aber sehr viele: Karosserie, Scheinwerfer, Rücklichter, Diffusor, Lufteinlässe und große Teile des Interieurs. Allein die Karosserie verschlang 220 Rollen Thermoplast. Vieles wurde aus Sicherheitsgründen in akribischer Arbeit in Carbon oder Kevlar gehüllt. Das Chassis ist ein selbstentworfener Stahlrahmen mit einem Aventador-ähnlichen Cantilever-Gewindefahrwerk. Einige Einzelteile bestellte Backus günstig und gebraucht im Internet – auch bei Lamborghini: zum Beispiel Türfenster, den Rückspiegel, Schlösser und Türöffner sowie Scheibenwischerarme. Das Lenkrad und einige Schalter des 3-D-Lambos stammen von Audi.

Motor stammt aus der Corvette

Und der Antrieb? Nun, aus Kostengründen hat der Nachbau kein selbstsaugendes Sechseinhalbliter-V12-Mittelmotormonster an Bord. Stattdessen ist ein 5,7-Liter-LS1-V8 mit zwei Turboladern aus einer Corvette von 2003 verbaut. Dessen Referenzen: 350 PS und 483 Nm maximales Drehmoment. Das Getriebe stammt aus einem Porsche 911 996. Mit einigen Designveränderungen verpasste Baumeister Backus seinem Lambo eine eigene Note, auch um mögliche Urheberrechtsklagen aus dem Weg zu gehen.

Begeisterung von Kindern wecken

Der "Stier" aus dem 3-D-Drucker soll laut seinem Schöpfer ein Einzelstück bleiben und nicht verkauft werden. Nach Aussage des Physikers ist die bislang eineinhalb Jahre dauernde Reise bis zur Fertigstellung noch nicht zu Ende: "Wir haben noch einen langen Weg vor uns. Wir hatten Höhen und Tiefen, aber es hat bislang riesigen Spaß gemacht." Wichtig sei es auch, Fehler zu machen und aus ihnen zu lernen. Denn seine größte Motivation – neben dem Herzenswunsch seines Sohnes – ist diese: Kinder für Wissenschaft, Technologie, Ingenieurskunst und Mathematik zu begeistern.
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