Le Mans: Vettel im Glickenhaus?

Le Mans: Vettel im Glickenhaus?

US-Millionär lockt Vettel nach Le Mans

US-Millionär James Glickenhaus bietet Sebastian Vettel einen Platz in seinem Hypercar an. Wie der Ferrari-Star über einen Start in Le Mans denkt.
Die 24 Stunden von Le Mans sind neben den Indy 500 das größte Rennen im Motorsport-Kalender. Der Sieg dort – der Traum vieler Rennfahrer. Jetzt lockt einer der Teilnehmer Sebastian Vettel (33) in seinen Sportwagen. James Glickenhaus (70) ist Kult in der Sportwagen-Szene, fährt mit seinen Eigenbau-Sportwagen der Scuderia Cameron Glickenhaus auch am Nürburgring und hat sich neben Toyota und ByKolles mit dem SCG 007 (3,5-Liter-Biturbo-V8 mit fast 700 PS) zur neuen Hypercar-Klasse in der Langstrecken-WM gemeldet. Ab 2021 will er mit zwei Autos starten – und er würde in eines gerne auch Sebastian Vettel setzen.

"Ich kann ihm nur nicht so viel zahlen wie Ferrari"

James Glickenhaus bietet Sebastian Vettel einen Platz in seinem Hypercar an.

"Wenn Sebastian das also gerne mal ausprobieren möchte und für mich fahren möchte, dann würde ich mich sehr freuen, ihn zu haben", sagt der US-Millionär bei der Präsentation des neuen Motors seines Le Mans-Prototyps. "Ich kann ihm nur nicht so viel zahlen wie Ferrari."
Glickenhaus ist Regisseur und Sportwagen-Enthusiast, kennt Ex-Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo persönlich. An Vettel schätzt er: "Er ist eher ein Typ der alten Schule, und das mag ich." Deshalb kritisiert er auch Ferrari für die Art und Weise, wie sie mit dem Vierfach-Weltmeister umgehen. Glickenhaus: "Ich weiß nichts über die interne Arbeit bei Ferrari, aber als Außenstehendem ist mir klar, dass sie eine lange Historie haben, Fahrer schlecht zu behandeln", sagt er. "Das geht schon auf die Zeit zurück, als Enzo (Ferrari; Anm. d. Red.) noch am Leben war."

Der US-Teambesitzer legt den Finger in die Wunde

Doch der legendäre Commendatore habe das im Alter realisiert und seinen Piloten dann als Wiedergutmachung Ferrari-Sportwagen geschenkt. Einen entsprechenden 208 GTB Turbo habe Glickenhaus sogar mal von Ex-Ferrari-Fahrer Nino Vaccarella gekauft. Der US-Teambesitzer legt den Finger in die Wunde: "Ferrari scheint die Tradition der schlechten Behandlung fortzusetzen, und ich halte das für keine gute Sache. Und wenn Sebastian jemals zu uns kommen und Le Mans fahren möchte, dann haben wir ein Cockpit für ihn!"

Vettel kann sich einen Start in Le Mans vorstellen

Vettel selbst schließt einen Start in Le Mans nicht aus, sagt: "Ich kann mir gut vorstellen, an solchen Rennen mal teilzunehmen." Der Hesse gilt als Motorsport-Purist und würde Ex-Rivale Fernando Alonso den Sieg in Le Mans bestimmt gerne nachmachen.

Autoren: , Ralf Bach

Fotos: Glickenhaus; J. Brucke/VLN

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Sebastian Vettel

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