Taschenlampen im AUTO-BILD-Test
Flutlicht im Taschenformat
Das Licht von Taschenlampen dient der Orientierung, das Angebot dagegen ist oft unübersichtlich. AUTO BILD hat deshalb 12 Taschenlampen zwischen 40 und 200 Euro getestet und die Frage gestellt: Was taugen die Lampen im Einsatz?
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1.
Klarus
XT21X Pro
1,8
gut
- lange Laufzeit
- in jeder Haltung gut zu bedienen
- Abdichtung vom Anschluss wirkt empfindlich
- Schalter schlecht gegen versehentliche Betätigung geschützt

2.
Ledlenser
P7R Signature
2,0
gut
- ausgewogenes Größen-Gewichtsverhältnis
- Fokussierung anwenderfreundlich
- hoher IPX-Wert
- solide Anschlussabdeckung
- kein Heckschalter

3.
OLIGHT
Seeker 4 Pro
2,0
gut
- Drehregler mit stufenloser Dimmung
- gummierter Griffbereich
- systemgebundene Aufladung
- Griff etwas zu kurz

4.
Nitecore
P20iX
2,0
gut
- gute Einhandbedienbarkeit
- hoher IPX-Wert
- alternative Energieversorgung möglich
- Abdichtung vom Anschluss wirkt empfindlich
- Endschalter nicht geschützt gegen versehentliche Aktivierung

5.
Fenix
TK20R V2.0
2,1
gut
- sehr intuitiv
- griffige Oberfläche
- solide Anschlussabdeckung
- schwach im Nahbereich

7.
Armytek
Dobermann Pro Magnet
2,2
gut
- sehr robust
- hoher IPX-Wert
- lange Garantiezeit
- nervige Modiwechsel
- systemgebundene Aufladung

8.
NEXTORCH
Taschenlampe TA30 GEN2
2,2
gut
- mechanische Leuchtstufenwahl
- gute Einhandbedienbarkeit
- handlich
- Aufladung nur am Akku
- Endschalter nicht geschützt gegen versehentliche Aktivierung

9.
IMALENT
MS03
2,6
befriedigend
- beeindruckender Boost
- extremer Fluter
- kurze Laufzeit
- Schalter schlecht gegen versehentliche Betätigung geschützt
- zu kurz
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Klein, hell und überall dabei: Taschenlampen sind inzwischen lichttechnische Riesen. Doch zwischen Technik und Preis zählt am Ende nur eins: Was braucht man wirklich? Im Testfeld reicht die Bandbreite vom klassischen Namen Maglite über taktisch auftretende Modelle wie die Armytek Dobermann bis zur einsatzorientierten Nextorch TA30. Vom technisch aufgerüsteten High-End-Modell bis zur einfachen Batterielampe ist alles dabei. Entscheidend war am Ende vor allem, wie hell die Leuchten tatsächlich sind und wie lange sie diese Leistung halten.
In unserem FAQ-Klappelement am Ende des Textes finden Sie Erläuterungen zu einigen Fachbegriffen.
Das Wichtigste in Kürze
- Verwendungszweck: Taschenlampen liefern Licht zur Orientierung im Alltag, Outdoor-Bereich und bei Notfällen. Je nach Bauart eignen sie sich für Nahbereich, Reichweite oder flexible Allround Nutzung.
- Testkriterien: Bewertet wurden Lichtbild, Helligkeit, Laufzeit, Bedienung, Verarbeitung, Ladefunktion, Akkuanzeige und Schutz gegen Wasser und Staub.
- Testerkenntnisse: Gute Lampen kombinieren ausgewogenes Lichtbild, stabile Dauerleistung und intuitive Bedienung. Unterschiede zeigten sich vor allem bei Regelung, Ergonomie, Schutzklasse und Ladekomfort.
- Kauf-Tipp: Nicht nur auf Maximalleistung achten. Wichtiger sind alltagstaugliches Lichtbild, zuverlässige Laufzeit, einfache Bedienung und robuste Bauweise. Für preisbewusste Nutzer reichen solide Allrounder oft völlig aus.
- Gesundheit und Sicherheit: Hochleistungsleuchten können heiß werden, daher nicht am Lampenkopf anfassen und nicht unbeaufsichtigt liegen lassen. Nicht direkt in den Lichtstrahl schauen, da starke LEDs die Augen reizen oder schädigen können.
Auf Platz eins liegt mit der Note 1,8 die XT21X Pro von Klarus und überzeugt im AUTO BILD-Test mit hoher Ausgewogenheit. Das Lichtbild wirkt gleichmäßig, mit mittlerem Spot, breitem Streulicht und gut ausgeleuchtetem Nahbereich. Die Lampe stellt ihre hohe Leistung im Turbo Modus schnell bereit, reduziert die Helligkeit wegen Wärmeentwicklung aber nach kurzer Zeit automatisch auf ein Niveau, das anschließend dauerhaft und konstant gehalten wird. Eine zentrale Stärke ist das Zusammenspiel aus Heck- und Seitenschalter, das echten Einhandbetrieb ermöglicht. Nach kurzer Eingewöhnung lässt sich die Lampe in vielen Haltungen sicher bedienen. Das sauber gefertigte Aluminiumgehäuse mit gehärtetem Frontglas wirkt hochwertig, Abzüge gibt es hingegen für fehlenden Staubschutz nach IP-Standard und den nur begrenzt geschützten zweiten Hecktaster. Pluspunkte sind USB-C-Anschluss direkt am Leuchtengehäuse, flexible Kabellösungen über verschiedene Adapter und die Kompatibilität mit 18650-Akkus. Die zweistufige Akkuanzeige bietet leider nur eine grobe Orientierung zum Ladestand.
Ein leistungsstarker Hybrid aus taktischer Lampe und Allrounder mit guter Bedienbarkeit und solider Lichtleistung. Kleine Schwächen bei Schutz und Anzeige ändern nichts am stimmigen Gesamtbild.
Die Sofirn SP31 V3.0 empfiehlt sich im AUTO BILD-Test als günstige Allround-Taschenlampe mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis und sichert sich den Titel des Preis-Leistungs-Siegers. Das Lichtbild mit kleinem bis mittlerem Spot und brauchbarem Streulicht ergibt im Nahbereich eine solide, wenn auch nicht ganz gleichmäßige Ausleuchtung. Nach kurzem Turbo bleiben die Dauerstufen stabil. Die Regelung ist einfacher und weniger fein abgestimmt als bei teureren Modellen, liefert für diese Klasse aber eine solide Lichtleistung. Die Bedienung über Heck- und Seitenschalter funktioniert zuverlässig, der Mondlichtmodus ist jedoch umständlich erreichbar. Die Verarbeitung ist solide, die kompakte Bauform wirkt sich jedoch auf die Ergonomie aus, da die Hand Richtung Lampenkopf rutscht. Zu den Pluspunkten zählen USB-C-Ladeanschluss und eine brauchbare Akkuanzeige.
Eine preiswerte Taschenlampe für den Alltag mit guter Grundleistung, aber Schwächen bei Bedienung und Feinabstimmung. Wer mit Abstrichen lebt, erhält viel Leistung fürs Geld.
Das Auspacken der einzelnen Lieferungen war ein spannendes Erlebnis, handelt es sich bei Taschenlampen mittlerweile um technische Wunderwerke für die Tasche. Teilweise sehr hochwertig verpackt, gerät der Sinn für Nachhaltigkeit schon mal ins Hintertreffen. Damit der Test beginnen konnte, mußten die Leuchten ihre Erstladung bekommen und zeigten dabei neben dem Lieferumfang auch, wie zeitgemäß die Ladeinfrastruktur ausfällt. USB-C-Aschnlüsse sind überall präsent, aber noch lange nicht Standard.
Fast wie Bescherung: Auspacken – dann laden und testen.
Bild: AUTO BILD/ Tom Salt
Da es sich um Taschenlampen handelt, sollten sie auch hineinpassen. Deshalb haben wir Maße und Gewicht erfasst, Standard in unseren Produkttests. Hinzu kommen die Bewertung von Materialqualität und Verarbeitung. Beim Umgang mit den Geräten zeigt sich das Handling weitgehend von selbst.

Maßnahme: Auf dem Weg zum Sieg musste auch die Klarus unsere Messprozeduren über sich ergehen lassen.
Bild: AUTO BILD/ Tom Salt
Anwendungsorientiert: Lichtmessung unter freiem Himmel statt im Labor. Unsere Testredaktion fährt ihre Verbräuche ja auch im normalen Straßenverkehr. Im Abstand von fünf Metern haben wir die Lux-Messung durchgeführt.

Bild: AUTO BILD/ Jan Tietjen
Beamshot: die standardisierte Beurteilung des Lichtbildes einer Taschenlampe auf einer neutralen Fläche. Hier werden Form, Gleichmäßigkeit, Spot, Spill und Farbstiche sichtbar gemacht und bewertet.
Bild: AUTO BILD/ Tom Salt
Laufzeitmessung – zur Ermittlung der Laufzeiten und Stepdowns führen wir bei Akku-Leuchten eine Videoanalyse durch.
Zeitmessanlage: Die Videoanalyse erspart einem die ermüdende Arbeit mit der Stoppuhr.
Bild: AUTO BILD/ Tom Salt
Praxislichtbild: Hier wird das Lichtbild unter realen Bedingungen beurteilt, also Reichweite, Nahfeldausleuchtung, Orientierung und Nutzbarkeit im echten Einsatz. Wie gut kann man sich bei totaler Dunkelheit in der Natur zurechtfinden und was bleibt vom Licht in der eigenen Hand in gut beleuchteter städtischer Umgebung übrig?

Bild: AUTO BILD/ Claudia Bode

Bild: AUTO BILD/ Tom Salt
Auf Platz zwei folgt Ledlenser. Im Umfeld eher taktisch geprägter Konkurrenz setzt das Unternehmen aus Solingen mit der P7R Signature auf ein eleganteres Design und hebt sich im AUTO BILD-Test durch ein variables Lichtsystem hervor. Ein fokussierbarer Beam reicht von breitem Flutlicht bis zum gebündelten Spot und bietet hohe Flexibilität. Im Spot zeigt sich ein klarer Lichtkern, im breiten Modus wirkt das Licht diffuser, mit konstruktiv bedingten Übergängen und nicht vollständig homogener Ausleuchtung im Nahbereich. Ein roter Ring um die Linse sorgt für Wiedererkennungswert. Der Boost ist nur kurz verfügbar und klar von den Dauerstufen getrennt. Diese arbeiten stabil und liefern konstante Helligkeit. Ein Momentlicht fehlt. Die Steuerung über Seitenschalter und Drehring funktioniert schlüssig, ist aber weniger intuitiv als klassische Tasterlösungen. Mit IP68 ist die Leuchte sehr gut gegen Staub und Wasser geschützt. Die vierstufige LED-Anzeige informiert zuverlässig über den Akkustand. Geladen wird per USB-C oder über die Wandhalterung.
Bild: AUTO BILD/ Tom Salt
Die P7R Signature empfiehlt sich als Design-Leuchte mit variablem Lichtbild, ausreichender Laufzeit und solider Leuchtweite, aber etwas gewöhnungsbedürftiger Bedienlogik.
Als High-End-Fluter liefert die Olight Seeker 4 Pro im AUTO BILD-Test ein sehr breites, flutiges Lichtbild. Im Nahbereich entsteht viel Licht, die Ausleuchtung wirkt zunächst gleichmäßig, der Spot bleibt weich und kaum abgegrenzt, im Detail jedoch diffus. Die hohe Leistung steht als Turbo auch hier nur kurz zur Verfügung und wird schnell reduziert, danach arbeitet die Regelung stabil und hält die Helligkeit konstant. Die Kombination aus Seitenschalter, integriertem Drehregler und Akkuanzeige ermöglicht eine intuitive, stufenlose Helligkeitswahl und zählt zu den besten Bedienkonzepten im Testfeld. Die magnetische Ladefunktion im Holster ist praktisch, bleibt jedoch systemgebunden. Verarbeitung und Ergonomie sind hochwertig. Die magnetische Endkappe und die Gummierung sorgen für sicheren Halt bei vielen Anwendungen, auch wenn die Bauform etwas kompakt ausfällt.
Bild: AUTO BILD/ Tom Salt
Ein nutzerfreundlicher Fluter mit starker Nahfeldausleuchtung und sehr guter Bedienung, mit Abstrichen bei der Laufzeit.
Die Nitecore P20iX tritt im AUTO BILD-Test als ein kompakter, leistungsstarker Fluter mit Fokus auf Nah- und Mittelbereich an. Das Lichtbild mit weichem Spot und breitem Streulicht bietet im Nahbereich viel Licht bei insgesamt gleichmäßiger, wenn auch nicht perfekter Ausleuchtung. Die hohe Turbo-Leistung wird temperaturbedingt schnell reduziert, danach stabilisiert sich die Helligkeit. Die Bedienung über den Doppel-Heckschalter ermöglicht schnellen Zugriff auf Lichtstufen und Stroboskop und funktioniert zuverlässig im Einhandbetrieb. Mit IP68 ist die Lampe gut geschützt. Kritikpunkt bleibt der ungeschützte Heckschalter. Ein USB-C-Ladeanschluss direkt an der Lampe sowie ein 21700-Akku und die optionale Nutzung von CR123-Batterien sorgen für Flexibilität. Die Blinkanzeige für den Akkustand ist praxisgerecht.
Bild: AUTO BILD/ Tom Salt
Ein moderner Fluter mit hoher Alltagstauglichkeit, aber leichten Schwächen bei Laufzeit und Reichweite.
Mit Fokus auf Bedienkomfort tritt die Fenix TK20R V2.0 im AUTO BILD-Test an. Das Lichtbild überzeugt mit klar definiertem Spot und gleichmäßigem Streulicht und ist für einen Thrower ungewöhnlich alltagstauglich. Im Nahbereich reicht die Ausleuchtung aus, der Schwerpunkt liegt jedoch auf Reichweite. Die Lampe startet mit hoher Leistung und regelt auf ein stabiles Niveau herunter. Die Laufzeitangabe berücksichtigt diese Regelung. Im Test fällt die Leistung gleichmäßig ab. Die Bedienung über zwei Heckschalter ermöglicht eine intuitive Steuerung und echten Einhandbetrieb – mit Handschuhen kann es aber vereinzelt zu Verwechslungen kommen. Die sehr gut verarbeitete Leuchte ist nach IP68 zertifiziert und damit bestens gegen Staub und Wasser geschützt. Schwachpunkt ist der ungeschützte Heckschalter mit dem Risiko unbeabsichtigter Aktivierung. Der verschraubte USB-C-Anschluss und die präzise Akkuanzeige sind dagegen vorbildlich.
Bild: AUTO BILD/ Tom Salt
Eine stimmige Lampe mit stabiler Leistung und hohem Praxisnutzen, mit Schwächen im Nahbereich.
Die Dobermann Pro Magnet von Armytek zeigt sich im AUTO BILD-Test als robustes Werkzeug mit auf Reichweite ausgelegtem Lichtbild. Der Spot ist klar definiert, das Streulicht gut nutzbar, im Nahbereich reicht die Ausleuchtung aus. Als einziges Modell mit Warmton-LED wirkt das Licht angenehm und unterstützt die Detailerkennung. Bei hoher Leistung regelt die Lampe früh herunter und bleibt stabil, unter Dauerlast endet die Laufzeit jedoch nach rund zwei Stunden. Die Bedienung ist funktional, aber nicht intuitiv. Die Moduswahl erfolgt über Mehrfachdrehbewegungen am Gehäuse, was zwei Hände erfordert und nicht zum taktischen Anspruch passt. Der ungeschützte Heckschalter ist ein weiterer Kritikpunkt – er dient gleichzeitig als Kontakt für das Magnetladedock. Ein USB-C-Anschluss wäre flexibler und nicht systemgebunden. Verarbeitung und Schutz nach IP68 sind dagegen überzeugend.
Bild: AUTO BILD/ Tom Salt
Ein taktischer Thrower mit Fokus auf Haltbarkeit und Reichweite, aber Schwächen bei Bedienung und Laufzeit.
Die Imalent MS03 ist im AUTO BILD-Test auf maximale Lichtmenge ausgelegt. Sie erzeugt ein sehr breites, flutiges Lichtbild ohne klaren Fokuspunkt. Im Nahbereich entsteht viel Helligkeit, die jedoch wenig strukturiert ist und begrenzte Detailkontrolle bietet. Der Turbo mit bis zu 13.000 Lumen liefert hohe Spitzenwerte, danach reduziert die Elektronik die Leistung schnell und stabilisiert sie. Ursache ist die starke Wärmeentwicklung. Die Bauform ist sehr kompakt, der Seitenschalter sitzt weit vorn, wodurch die Hand nahe am heißen Lampenkopf liegt. Das Gehäuse wirkt solide, ein ausgewiesener Staubschutz fehlt jedoch. Der USB-C-Port sitzt im Akku, was auch wegen der kurzen Laufzeit häufiges Aufschrauben erfordert und die Dichtigkeit beeinträchtigen kann. Mit 4000 mAh fällt die Energiereserve für eine so leistungsstarke Taschenlampe zudem knapp aus.
Temperaturmessung: An Hochleistungs-Taschenlampen wie die Imalent, oft werbewirksam als taktische Thrower bezeichnet, sollte man sich besser nicht die Finger verbrennen.
Bild: AUTO BILD/ Tom Salt
Viel Licht auf kleinem Raum mit hoher Kurzzeitleistung, aber begrenzt durch Hitze, Ergonomie und Ausdauer.
Die Streamlight ProTac 2L-X zeigt sich im AUTO BILD-Test als puristische Lampe mit Fokus auf Zuverlässigkeit. Das Lichtbild ist funktional, aber weniger fein abgestimmt, mit engem Spot und unruhigem Streulicht. Im Nahbereich ergibt sich eine eher grobe Ausleuchtung. Eine einfache Regelung sorgt für stabile Helligkeit bei moderater Leistung. Der direkt reagierende Heckschalter mit programmierbarer Logik ermöglicht eine schnelle Bedienung, erfordert jedoch Eingewöhnung. Die bewusst schlicht gehaltene Ausstattung stellt die Funktion klar in den Vordergrund, so sitzt die Ladefunktion direkt im Akku und ist damit weniger komfortabel als integrierte Lösungen – eine Akkuanzeige fehlt ganz. Positiv bleibt die Möglichkeit, alternativ CR123-Batterien nutzen zu können.
Bild: AUTO BILD/ Tom Salt
Eine robuste und zuverlässige Lampe mit stabiler Leistung, aber Abstrichen bei Lichtqualität und Komfort.
Die Maglite ML150LR verkörpert im AUTO BILD-Test das klassische Taschenlampen-Konzept: groß, schwer und langlebig. Das Lichtbild ist funktional, aber weniger präzise, mit weichem Spot und leicht unruhigem Streulicht. Im Nahbereich bleibt die Ausleuchtung brauchbar. Der Fokus liegt klar auf Reichweite, im Praxistest erzielt die Lampe die größte Distanz. Ein 3000-mAh-Akku ermöglicht rund zehn Stunden Laufzeit bei gleichmäßig abnehmender Helligkeit ohne aktive Regelung. Der LiFePO4-Akku gilt als sicher, bietet jedoch eine geringere Energiedichte. Die Bedienung über den Seitenschalter ist solide, aber träge. Geladen wird über eine systemgebundene Dockinglösung, moderne Anschlüsse fehlen. Mit IPX4 bietet das robuste Gehäuse zudem nur begrenzten Schutz.
Bild: AUTO BILD/ Tom Salt
Eine langlebige, robuste Lampe mit hoher Ausdauer, aber technisch nicht mehr auf aktuellem Stand.
Die TA30 von Nextorch tritt im AUTO BILD-Test als einsatzorientierte Lampe mit Fokus auf schnelle Bedienung an. Das Lichtbild zeigt einen engen Spot und unruhiges Streulicht mit sichtbaren Artefakten. Im Nahbereich ergibt sich eine solide, aber wenig homogene Ausleuchtung. Die Leistung bleibt ohne starke Regelung stabil. Der kleine Akku begrenzt die Laufzeit, alternativ sind CR123-Batterien nutzbar. Heckschalter und Drehring ermöglichen eine sehr schnelle, intuitive Steuerung – auch einhändig. Verarbeitung und Robustheit sind hochwertig, die taktische Lünette unterstreicht den Einsatzzweck. Kritikpunkt ist der ungeschützte Heckschalter, der unbeabsichtigt ausgelöst werden kann.
Bild: AUTO BILD/ Tom Salt
Eine handliche Lampe mit sehr guter Bedienung, aber Schwächen beim Lichtbild.
Die ThruNite Archer 2A V3 ist im AUTO BILD-Test der Außenseiter und setzt auf einfache Technik und flexible Energieversorgung. Das Lichtbild zeigt Schwächen mit kleinem Spot und strukturlosen Streulicht. Im Nahbereich ist die Ausleuchtung brauchbar, aber wenig präzise. Für eine AA-Lampe ist die Leistung solide, der Turbo wird schnell reduziert und stabilisiert sich. Die Bedienung leidet unter dem schwer erreichbaren Heckschalter und der schlanken Bauform. Die Verarbeitung ist solide, bleibt aber hinter teureren Modellen zurück. Eine Ladefunktion und Akkuanzeige fehlen, die Nutzung mit überall erhältlichen AA-Batterien sorgt jedoch für hohe Flexibilität.
Bild: AUTO BILD/ Tom Salt
Eine einfache Lampe für grundlegende Anwendungen, aber mit Schwächen bei Lichtqualität, Leistung und Ausstattung.
Bild: AUTO BILD/ Tom Salt
Was bleibt vom Boost? Licht ist mehr als reine Helligkeit. Taschenlampen dienen der Orientierung, erhöhen die Sicherheit und bringen ein Stück Komfort fernab der Steckdose. Der AUTO BILD-Taschenlampen-Test 2026 zeigt, dass moderne Leuchten enorme Leistung für unterschiedlichste Einsatzbereiche bieten. Entscheidend ist dabei nicht der maximale Lumenwert, sondern ein ausgewogenes Gesamtpaket aus Lichtbild, Bedienung, Laufzeit und Praxistauglichkeit. Sowohl im High-End- als auch im günstigen Segment finden sich leistungsfähige und zuverlässige Modelle.
Testsieger 2026: Die Klarus XT21X Pro
Preis-Leistungs-Sieger 2026: Die Sofirn SP31 V3.0
Die wichtigsten Fragen zu LED-Taschenlampen
Welche Taschenlampe ist zu empfehlen?
Bei uns ganz klar die Testsiegerin: die Klarus XT21X Pro – das rundeste Gesamtpaket im Test. Gute Leistung, ausgewogenes Lichtbild und eine sehr flexible Bedienung. USB-C, 21700-Akku und auch mit 18650 nutzbar. Für die meisten Anwendungen die beste Wahl.
Was sollte man beim Kauf einer Taschenlampe bedenken?
Mehr als nur hohe Lumenwerte: Beim Kauf einer Taschenlampe zählen vor allem ein sauberes, zur Nutzung passendes Lichtbild, stabile Dauerleistung, einfache Bedienung, eine praktikable Stromversorgung und robuste Verarbeitung – und am Ende natürlich der eigene Geldbeutel.
Wie viel darf eine gute Taschenlampe kosten?
Eine gute Taschenlampe kostet je nach Anspruch meist zwischen 40 und 160 Euro. Günstigere Modelle haben oft Abstriche bei Lichtqualität und Bedienung, teurere bieten vor allem mehr Komfort, Robustheit und eine bessere Regelung.
Was sollte man über technische Begriffe und Bewertungskriterien von Taschenlampen wissen?
Taktisch
Auf den Einsatz in Polizei, Militär oder Selbstschutz ausgelegt, mit robustem Gehäuse, einfacher Bedienung und oft direktem Zugriff auf maximale Helligkeit oder Stroboskop.
ANSI
Standardisierte Messnorm, die Helligkeit, Laufzeit, Leuchtweite und weitere Werte vergleichbar und einheitlich definiert.
Lux (lx)
Lux beschreibt, wie viel Licht tatsächlich auf einer Fläche ankommt. Je höher der Lux-Wert, desto heller ist der beleuchtete Bereich in einem bestimmten Abstand.
Lux beschreibt, wie viel Licht tatsächlich auf einer Fläche ankommt. Je höher der Lux-Wert, desto heller ist der beleuchtete Bereich in einem bestimmten Abstand.
Lumen (lm)
Lumen gibt die gesamte Lichtmenge an, die eine Lampe abgibt. Viele Lumen bedeuten viel Licht – sagen aber noch nichts darüber aus, wie es verteilt ist.
Lumen gibt die gesamte Lichtmenge an, die eine Lampe abgibt. Viele Lumen bedeuten viel Licht – sagen aber noch nichts darüber aus, wie es verteilt ist.
CRI (Color Rendering Index)
Der CRI-Wert zeigt, wie natürlich Farben unter einer Lichtquelle wirken. Ein hoher CRI sorgt für realistische Farbwiedergabe, ein niedriger Wert lässt Farben blass oder verfälscht erscheinen.
Der CRI-Wert zeigt, wie natürlich Farben unter einer Lichtquelle wirken. Ein hoher CRI sorgt für realistische Farbwiedergabe, ein niedriger Wert lässt Farben blass oder verfälscht erscheinen.
Candela (cd)
Candela misst die Lichtstärke in eine bestimmte Richtung. Hohe Candela-Werte bedeuten stark gebündeltes, weit reichendes Licht.
Candela misst die Lichtstärke in eine bestimmte Richtung. Hohe Candela-Werte bedeuten stark gebündeltes, weit reichendes Licht.
Kelvin (K)
Kelvin beschreibt die Lichtfarbe. Niedrige Werte stehen für warmes, gemütliches Licht, hohe Werte für kühles, sachliches Licht.
Kelvin beschreibt die Lichtfarbe. Niedrige Werte stehen für warmes, gemütliches Licht, hohe Werte für kühles, sachliches Licht.
mAh (Milliamperestunden)
mAh geben die Akkukapazität an. Je höher der Wert, desto länger kann eine Lampe theoretisch betrieben werden.
mAh geben die Akkukapazität an. Je höher der Wert, desto länger kann eine Lampe theoretisch betrieben werden.
IP (Ingress Protection)
Die IP-Kennzeichnung zeigt, wie gut ein Gerät gegen Staub und Wasser geschützt ist. Je höher die Zahl, desto besser der Schutz.
Die IP-Kennzeichnung zeigt, wie gut ein Gerät gegen Staub und Wasser geschützt ist. Je höher die Zahl, desto besser der Schutz.
ThrowerLampe mit stark gebündeltem Licht für große Reichweite, eher wenig Ausleuchtung im Nahbereich.
Spill
Spill bezeichnet das seitliche Streulicht um den Hauptstrahl. Es sorgt dafür, dass auch der Nahbereich und die Umgebung ausgeleuchtet werden.
Spill bezeichnet das seitliche Streulicht um den Hauptstrahl. Es sorgt dafür, dass auch der Nahbereich und die Umgebung ausgeleuchtet werden.
Spot
Der Spot ist der zentrale, hellste Bereich des Lichtkegels. Er bestimmt, wie weit eine Taschenlampe gezielt leuchten kann.
Der Spot ist der zentrale, hellste Bereich des Lichtkegels. Er bestimmt, wie weit eine Taschenlampe gezielt leuchten kann.
Artefakte
Artefakte sind unerwünschte Unregelmäßigkeiten im Lichtbild, etwa Flecken, Ringe oder Schatten. Sie können die Ausleuchtung stören.
Artefakte sind unerwünschte Unregelmäßigkeiten im Lichtbild, etwa Flecken, Ringe oder Schatten. Sie können die Ausleuchtung stören.
Tint
Tint beschreibt die genaue Farbabstimmung des Lichts innerhalb einer Farbtemperatur. Das Licht kann zum Beispiel leicht ins Grüne oder Rosafarbene gehen.
Tint beschreibt die genaue Farbabstimmung des Lichts innerhalb einer Farbtemperatur. Das Licht kann zum Beispiel leicht ins Grüne oder Rosafarbene gehen.
Beam
Beam ist der gesamte Lichtkegel einer Taschenlampe, also die Kombination aus Spot und Spill.
Beam ist der gesamte Lichtkegel einer Taschenlampe, also die Kombination aus Spot und Spill.
Corona
Die Corona ist der Übergangsbereich zwischen Spot und Spill. Hier verändert sich die Helligkeit sichtbar vom Zentrum zur Umgebung.
Die Corona ist der Übergangsbereich zwischen Spot und Spill. Hier verändert sich die Helligkeit sichtbar vom Zentrum zur Umgebung.
Halo-Effekt
Der Halo-Effekt zeigt sich als heller Ring um den Spot. Er gehört meist zu den Artefakten und wirkt oft unruhig.
Der Halo-Effekt zeigt sich als heller Ring um den Spot. Er gehört meist zu den Artefakten und wirkt oft unruhig.
Farbsaum
Ein Farbsaum ist ein farbiger Rand im Lichtbild, häufig im Übergang zwischen Spot und Spill. Ursache sind optische Effekte in Linse oder Reflektor.
Ein Farbsaum ist ein farbiger Rand im Lichtbild, häufig im Übergang zwischen Spot und Spill. Ursache sind optische Effekte in Linse oder Reflektor.
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