Rußland hält nun auch offiziell in der Formel 1 Einzug. Jordan-Nachfolger "MF1 Racing", Team der Midland-Group des kanadisch-russischen Stahlmagnaten Alex Shnaider, geht kommende Saison mit einer Lizenz des russischen Automobilverbandes RAF an den Start. Es ist der erste Rennstall aus dem flächenmäßig größten Land der Erde in der über 50jährigen Geschichte der Motorsport-Königsklasse.

"Diese Entscheidung wird die Entwicklung des russischen Motorsports vorantreiben und neue Horizonte für russische Rennfahrer eröffnen", freute sich der gebürtige Russe Shnaider. Seine Dienstfahrzeuge mit dem Namen MF1-Toyota M16 wollen in einer "stilvollen, dynamischen", rot-weiß-grauen Lackierung für Aufsehen sorgen. Erste Testfahrten sollen Anfang Dezember 2005 in Jerez (Spanien) beginnen. Auch F1-Boss Bernie Ecclestone zeigte sich "sehr glücklich, daß wir nun ein Team mit russischer Lizenz haben. Ich wünsche Alex Shnaider viel Glück und die Unterstützung einer großartigen Nation."