Lkw-Maut in London
Für Stinker wird's teuer

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Nach der City-Maut für Pkw sind in London jetzt die Nutzfahrzeuge dran: Betreiber älterer Lkw und Busse sollen so gezwungen werden, ihren Fuhrpark zu modernisieren.
(dpa) London weitet seinen Kampf gegen die Umweltverschmutzung aus und bittet von Montag (4. Februar) an alte "Stinker" kräftig zur Kasse: Lastwagen und Busse mit hohen Abgaswerten müssen nun 200 Pfund (rund 266 Euro) für die Fahrt durch den Großraum Londons zahlen. Dadurch soll die Luftqualität in der Millionenmetropole verbessert werden, teilte Bürgermeister Ken Livingstone mit. Jeder, der die Gebühren nicht bezahle, müssen mit einer Strafe von bis zu 1000 Pfund (1330 Euro) rechnen. Ab Juli könnten sogar Rettungswagen mit einer "Maut" belegt werden, teilten die Verkehrsbetriebe mit. London hat seit 2003 eine City-Maut, die derzeit nur in der Innenstadt gilt. Für Autofahrer beträgt sie acht Pfund. Die britische Hauptstadt ist bisher die größte Stadt, die solch eine Maut eingeführt hat.
Unternehmen reagieren entsetzt
Unternehmen sind angesichts der Lastwagen-Maßnahmen entsetzt, sie fürchten um ihre Geschäfte. Livingstone betonte jedoch, die Gebühr solle Firmen dazu bringen, ihre Flotten zu modernisieren. "In einer modernen Stadt sollten die Menschen ohne die Angst leben und arbeiten, beim Atmen vergiftet zu werden", sagte er.
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