Die große Siegerin in Macau heißt Sophia Flörsch, auch wenn sie gar nicht gewonnen hat… Nach einem Horror-Crash in Runde vier des Macau-GP ist sie bei Bewusstsein, wurde aber ins Krankenhaus gebracht. Dort werden nach dem Brutalo-Unfall zwei Fahrer (neben Flörsch auch der Japaner Sho Tsuboi), zwei Fotografen und ein Marshall untersucht. Bei Flörsch wurde eine Wirbelsäulenfraktur diagnostiziert. Nach ABMS-Informationen hat sie keine Lähmungserscheinungen, soll aber morgen am Brustwirbel operiert werden.
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Was war passiert? Flörsch kollidierte vor der Lisboa-Kurve, die immer wieder mit Massenunfällen für Aufsehen sorgt, mit dem Wagen von Tsuboi und flog ungebremst von der Strecke. An dieser Stelle erreichen die rund 250 PS starken Formel-3-Renner über 270 km/h. Flörschs Wagen durchbrach mit dem Heck voran den Fangzaun. Anschließend stellte sich der Dallara-Mercedes auf und krachte mit der Cockpitseite voran gegen ein mit Leitplanken versehenes Gerüst. Das Rennen wurde rund eine Stunde lang unterbrochen.
Mittlerweile hat sich Flörsch selbst via Twitter zu Wort gemeldet: "Ich wollte nur jeden wissen lassen, dass es mir gut geht und dass ich morgen früh operiert werde. Danke an die FIA, HWA und Mercedes, die sich gut um mich kümmern." Flörsch gehört zum HWA-Juniorkader, im Krankenhaus ist deshalb ein Mercedes-Arzt an ihrer Seite.
Nach dem Restart machte Dan Ticktum den zweiten Sieg in Folge beim Macau-GP klar. Der Red-Bull-Junior siegte auch schon im Vorjahr – profitierte damals aber von den Last-Minute-Unfällen von Ferdinand Habsburg und Sergio Sette Câmara. Auf Rang zwei kam Joel Eriksson ins Ziel.
Mick Schumacher wurde nur Fünfter, konnte damit die Siege von Vater Michael Schumacher (1990) und Onkel Ralf Schumacher (1995) nicht wiederholen. Mit Rang fünf war er aber bester Prema-Pilot. In der Rennpause erklärte er: „Hoffentlich ist jeder in Ordnung nach dem Unfall. Ich habe ihn zwar nicht gesehen, wünsche aber allen eine gute Besserung.“
Den GT World Cup gewann Augusto Farfus (BMW) und in der WTCR krönte sich Gabriele Tarquini (Hyundai) zum Meister.