Einzelbetten im Wohnmobil haben viele Vorteile. Jeder hat darin eine eigene Matratze mit eigenem Lattenrost, und wenn Nachteulen mal rausmüssen, stört's die Murmeltiere nicht. Außerdem gibt es meist die größtmöglichen Stauräume darunter. Aber die Einstiege sind oft hoch, und kuscheln geht nur mit (meist optionalem) Umbausatz zum Doppelbett. Warum also nicht mal ein Queensbett ausprobieren? Das ist von beiden Seiten zugänglich, und müde fällt man einfach rein – wie zu Hause. Wenn dann der Aufbau auch noch lang genug ist, um ausreichend Platz für ein Raumbad davor zu bieten: bingo! Doch es bleibt das Thema Stauraumhöhe. Der größte Malibu hat es ganz pfiffig gelöst. Schauen wir mal rein.

Unterwegs im kleinen fahrenden Apartment

Malibu I 500 QB
Das manuelle Hubbett bietet viel Kopffreiheit und kommt mit Leseleuchten und Ablagen.
Das ist er: Ein ausgewachsener Vollintegrierter mit dem Flair eines kleinen fahrenden Apartments. Seine großzügige L-Sitzgruppe ist um einen Seitensitz rechts neben der Aufbautür mit Fenster ergänzt. Dieser dient gleichzeitig als Aufstieg in das serienmäßige manuelle Hubbett, das sich mit einem praktischen Drehknauf entriegeln und tief absenken lässt. Dadurch bietet es eine angenehme Sitzhöhe. Gardinen, Ablagen und Leseleuchten sorgen gleichsam für Komfort. An die Dinette mit dreh- und verschiebbarem Tisch schließt fahrerseitig eine Winkelküche mit Dreiflammen-Gaskocher, Rundspüle, offenen Regalen, Mini-Sideboard sowie sechs Schubladen an. Hier gibt's reichlich Raum für Vorräte.Gegenüber steht der Slimtower-Kühlschrank mit separatem Gefrierfach. Auf ihn folgt der WC-Raum mit Waschbecken, Spiegelschrank und der breiten Tür, die nach vorne geschlossen eine Wand des Raumbads darstellt. Die Duschkabine steht separat. Ihre Faltwände aus Kunststoff sind schnell ausgeklappt und schützen den umliegenden Bereich effizient vor Spritzwasser. Zudem liegt die Duschtasse bequem auf Bodenniveau. Vor dem 1,45 Meter breiten Queensbett, dessen Matratze am rechten Fußende für einen leichteren Durchgang partiell hochgeklappt werden kann, lässt sich ein dreiteiliger Raumtrenner zusammenschieben. Er macht zum einen das Raumbad komplett, trägt zum anderen aber auch das Schlafzimmer-TV. Hier im Heck warten neben dem bequemen Bett noch zwei Kleider- sowie Dach- und Wäscheschränke. (Überblick: alles zum Thema Wohnmobile)

Nicht nur gemütlich, sondern auch praktisch

Malibu I 500 QB
Die Fahrrad- bzw. Rollergarage (bis 250 Kilo) punktet mit einem Bodenfach und Schlafzimmer-Schrankanhebung für mehr Ladehöhe.
Das hat er: einen coolen Transport-Trick im Heckstauraum, der mit 1,12 Metern nur acht Zentimeter niedriger ist als bei den Einzelbetten-Modellen. Mit der Option "Pedelec-Rollergarage" (430 Euro) werden's sogar partiell 1,24 Meter – ein Zusatz-Bodenfach für die Vorderräder hinter der Stauraumtür sowie ein Lift fürs Nachtschränkchen am Bett machen das möglich. So praktisch geht es weiter: Steckdosen, Spots sowie Ablagen finden sich, wo sie gebraucht werden, und der beheizte Doppelboden nimmt die Tanks auf. Als großzügiger Stauraum ist er sowohl von innen als auch außen gut zugänglich. So fährt er: Dank seiner hervorragenden Übersicht nach vorne und zur Seite leichter als gedacht. Die Busspiegel aus dem Chassis-Paket (2590 Euro) helfen dabei. Zudem ist das Fahrwerk sehr komfortabel abgestimmt. Allerdings überraschen bei der gehobenen Verarbeitung die Knistergeräusche aus dem Mobiliar.Fazit von Alex Failing: Hier darf's gerne eine Nummer größer sein! Der XXL-Malibu fährt sich spielerisch und überzeugt mit pfiffigen Lösungen zur bestmöglichen Raumnutzung. Sein Grundriss ist eine Bereicherung, die Paare ebenso zu schätzen wissen werden wie Familien mit zwei Kindern. Urteil: vier von fünf Punkten.