Malibu T 460 LE: Fahrbericht
Elegant auf Tour

Der zweitkleinste Teilintegrierte aus dem Hause Malibu will anspruchsvolle Camper für sich gewinnen. Wir haben getestet, was ihn so besonders macht.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Das Angebot an teilintegrierten Reisemobilen ist riesig und stellt mittlerweile sogar erfahrene Camper vor Herausforderungen. Ob kurz oder lang, breit oder schmal, luxuriös oder günstig: Für jeden ist etwas dabei. Da müssen Reisemobilisten schon genau wissen, was sie wollen. Oder sich durch zahlreiche Mietmobile testen.
Eins ist jedenfalls klar: Der Malibu T gehört definitiv zu den gehobenen Modellen der Bauart, wenn auch nicht zum absoluten Luxussegment. Das zeigen nicht nur Preisschild und Ausstattung, sondern auch die raffinierten Detaillösungen im Inneren. Unser Testwagen, der 460 LE, ist die zweitkleinste Variante. Insgesamt stehen vier Modelle zur Auswahl. Der kleinste Vertreter, der T 430 LE, stellte sich im letzten Jahr unserem harten Dauertest. Ob der größere Bruder ebenso gut performt?
Das ist der Malibu T 460 LE
Mit 7,20 Meter Fahrzeuglänge ein recht großer Vertreter seiner Art. Dafür auch einer, der im Innenraum besonders viel Platz bietet. Das Konzept ist von Anfang an klar: Hier sind Wohnkomfort und Platzangebot deutlich wichtiger als schmale Außenmaße. Das zeigen allein das Lichtkonzept mit zahlreichen indirekten Leuchten, das großzügige Badezimmer mit Dusche sowie die XXL-Küche mit besonders viel Stauraum und optionalem Gasbackofen.

Der 2,27 Meter breite Malibu bietet sehr luftigen Wohnraum.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Auf den ersten Blick ist der Grundriss sehr klassisch gehalten. Auf den zweiten Blick entdeckt man jedoch schlaue und platzsparende Lösungen. Zum Beispiel die Kleiderschränke unter den Fußteilen des Heckbetts oder den Schuhschrank unter der Sitzgruppe.
Das hat der T460 LE
Vor allem viel Stauraum. Das liegt nicht nur an den zahlreichen Schränken im Innenraum und der riesigen Heckgarage, sondern auch an dem Doppelboden, der über mehrere Klappen von außen und innen zugänglich ist. Durch die dort verlegten Heizschläuche der ab Werk verbauten Truma Combi 6 entsteht im Malibu eine Art Fußbodenheizung.

Die Längseinzelbetten werden auf Wunsch zur Liegewiese. Dafür werden die Stufen hervorgezogen.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Serienmäßig punktet der Malibu mit 125 Liter Frischwasser, 90 Liter Diesel, Tempomat, Seitenwindassistent und beheizten Wassertanks. Zusätzlich war unser Testwagen noch mit verschiedenen Optionen wie Chassis-, Komfort- und Media-Paket ausgestattet. Allein für die Navigation hätten wir uns das Multimediasystem von Fiat gewünscht, denn das verbaute Modell von Pioneer reagiert recht schwerfällig.
So fährt der Malibu
Die Kombination aus 16-Zoll-Felgen, 180-PS-Diesel und Neunstufenautomatik (10650 Euro) macht den schweren und geräumigen Teilintegrierten zum echten Cruiser. Allein der lange Hecküberhang braucht ein wenig Aufmerksamkeit beim Ausparken und Wenden.

Mit der 180-PS-Variante und der Neunstufenautomatik ist der Malibu besonders komfortabel.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Der Aufbau bleibt während unserer Testfahrt auffallend ruhig. Nur die Panoramadachluke erzeugt ein paar Windgeräusche. Bei lediglich 100 km/h auf der Autobahn halten die sich aber in Grenzen. Mit seiner Größe und den zahlreichen Optionen wird es nämlich knapp mit der 3,5-Tonnen-Zulassung. Dafür hat die F40-Heavy-Chassis-Version unseres Testwagens rund eine Tonne Zuladung.
Technische Daten und Preis: Malibu T 460 LE
- Motorisierung MultiJet 3 180
- Leistung 132 kW (180 PS) bei 3500/min
- Höchstgeschwindigkeit 100 km/h (< 3,5 t)
- Getriebe/Antrieb Neunstufenautomatik/Vorderrad
- Tankinhalt/Kraftstoffsorte 90 l/Diesel + 19 l AdBlue
- Länge/Breite/Höhe 7200/2270/2940 mm
- Leergew. fahrbereit/Zuladung (Testmobil) 3232/1018 kg
- Grundpreis ab 90.280 Euro
- Testwagenpreis 117.850 Euro
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