Mangel an Lkw-Fahrern
Laster sucht Lenker

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Die Brummi-Branche fürchtet, dass ihr im nächsten Boom die Fahrer ausgehen. Spediteure suchen nach Bewerbern. Lkw-Hersteller planen etwas anderes.
"Das ist ja kein Traumberuf", sagt Adolf Zobel. "Die Freiheit, die Fernfahrer früher hatten, gibt es nicht mehr." Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) macht sich kurz vor dem Jahresende 2013 wieder Gedanken über sein Gewerbe. Denn die für 2014 prognostizierte gute Wirtschaftsentwicklung in Deutschland könnte den Transportboom wiederbeleben – und damit ein altes Problem: "In manchen Regionen finden Spediteure schon heute nicht mehr genug gute Fahrer. Das wird noch viel schlimmer, und die Auswirkungen spüren wir dann alle."Seit Jahren schon kratzt das Transportgewerbe noch den letzten Lkw-Führerschein-Besitzer aus den Winkeln des Landes, um seine Laster bewegt zu bekommen. Dass dabei nicht nur die guten Fahrer hinters Steuer kommen, kann jeder Autofahrer aus eigener Erfahrung bestätigen. Doch es bleibt ihnen nichts anderes übrig. Einer vom Technikzulieferer ZF Friedrichshafen und der Zeitschrift "Fernfahrer" in Auftrag gegebenen Untersuchung zufolge starten jährlich 15.000 neue Lkw-Fahrer in den Job – doch benötigt würde die doppelte Zahl, um Renteneintritt, Fluktuation und wachsende Transportmengen auszugleichen.

Abstandsradar, Lenk- und Bremsassistenten sind die Voraussetzungen für WLAN-gekoppelte Kolonnen.
Bild: Werk / Grafik
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